Langenthal

Kanton honoriert das freiwillige Engagement

Vor fünf Jahren wurde «langenthal.bewegt» im Stadion Hard erstmals durchgeführt.

Vor fünf Jahren wurde «langenthal.bewegt» im Stadion Hard erstmals durchgeführt.

Zum fünften Mal organisiert die Stadt vom 5. bis 8. Mai die Bewegungsaktion «langenthal.bewegt». Es ist ein nationales Programm für mehr Bewegung, das vom Bund und mehreren Partnern getragen wird. Die Aktion wird mit 3000 Franken unterstützt.

Langenthal ist eine besonders aktive Gemeinde, denn: Bereits zum fünften Mal erhält die Stadt für ihr Engagement im Rahmen dieser Bewegungsaktion eine Auszeichnung. Dieses Jahr erhält die Stadt vom Kanton Bern einen Unterstützungsbeitrag von 3000 Franken.

Dies freut Paula Schaub (EVP) natürlich. Die Gemeinderätin mit Ressort Kultur und Sport hat den Anlass von Beginn an mit aufgebaut und mitorganisiert. Die Auszeichnungen seien Anerkennung für die Arbeit der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, so Schaub. Zudem entlaste der kantonale Beitrag das Budget von «langenthal.bewegt». Für dieses Jahr beträgt es 10 000 Franken.

Überzugendes Konzept

Warum Langenthal schon mehrfach für seine Arbeit im Zusammenhang mit der nationalen Bewegungsaktion ausgezeichnet wurde, ist für die Gemeinderätin schwierig zu beurteilen. Für die Wettbewerbspreise müssten Konzepte eingereicht werden. «Das bedeutet viel Schreibarbeit und administrativen Aufwand - ohne unmittelbaren Nutzen. Denn, ob die Gemeinde wirklich etwas erhält, ist ja ungewiss.»

Aufgrund des grossen Aufwands scheuten andere Gemeinden möglicherweise die Teilnahme an den Wettbewerben. Oder es liege schlicht an den fehlenden personellen Ressourcen. Für Langenthal lohnte sich die Arbeit alleweil. «Die Preisgelder der verschiedenen Auszeichnungen entlasten zum Beispiel unser Werbebudget. Zudem konnten wir Material anschaffen», sagt Schaub. Langenthal kaufte zum Beispiel ein Zelt, dass nicht nur für «langenthal.bewegt» verwendet wird. «Vereine können dieses Zelt ebenfalls für Anlässe nutzen.»

Jährlichen Wechsel zwischen Kreuzfeld und Hard

In diesem Jahr findet die Bewegungsaktion in Langenthal vom 5. bis 8. Mai auf dem Areal des Bildungszentrums Langenthal (BZL) an der Weststrasse statt. Eigentlich war die Idee, «langenthal.bewegt» abwechslungsweise im Stadion Hard und im Schulzentrum Kreuzfeld durchzuführen. Jetzt sind Start und Ziel der verschiedenen Parcours erstmals bei der Überführung der Bern-Zürich-Strasse.

Es sei bisher nicht gelungen, die Angebote im Stadion und in den Sportanlagen Hard zu verbinden, sagt Schaub. Zudem finde am Sonntagmorgen in der Mensa des BZL ein gesunder Brunch statt. Die Nähe der Mensa zum Start- und Zielareal war mitentscheidend. «Grundsätzlich wollen wir den jährlichen Wechsel zwischen Kreuzfeld und Hard beibehalten.»

Duell der Geschlechter

In diesem Jahr kommt es erstmals nicht zum Duell mit einer anderen Gemeinde, sondern zum Duell der Geschlechter. Der Anteil von Frauen und Männern in Langenthal sei ziemlich ausgeglichen (51,2 Prozent Frauen). «Diese Variante hat sich bei anderen Gemeinden bewährt, deshalb wollen wir sie einmal ausprobieren.»

Gemäss der Gemeinderätin wäre es zwar kein Problem gewesen, eine Gemeinde für ein Duell zu finden. Es gab offenbar sogar Revancheanfragen von einst unterlegenen Ortschaften. Doch die Gemeindeduelle beanspruchten Gelder der ohnehin knappen Budgets (für den Wetteinsatz) und zeitliche Ressourcen.

Schaub, in ihrem letzten Amtsjahr als Gemeinderätin, ist erstmals nicht OK-Präsidentin von «langenthal.bewegt». Dieses Amt hat der neue Sportbeauftragte Thomas Kunz inne. Seine Funktion ist durch das neue städtische Amt für Kultur und Sport entstanden. Es bedeute für sie operative, administrative und organisatorische Entlastung, so Schaub. «Zudem ist es bereichernd, wenn eine neue Person andere Ansichten mit hineinbringt.» Die Zusammenarbeit mit Kunz funktioniere jedenfalls gut.

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