«Wir haben eine Vision», warb Christa Toggenburger vor den Mitgliedern der Stadtvereinigung (SVL). «Bis in drei Jahren soll der Velo-Hauslieferdienst zum Stadtbild gehören.» Was in der Stadt Burgdorf seit fünfzehn Jahren funktioniert, soll auch Langenthal bereichern: «Nebst dem Trägerverein mit dem Stapi als Präsidenten, den Fahrerinnen und Fahrern benötigen wir neben den Kunden als ‹Herz› aber auch Detaillisten», sagte Toggenburger.

Um den vom Oberaargauer Beschäftigungsprogramm PVB Maxi.Mumm in der Bahnhofstrasse betriebenen Velo-Hauslieferdienst (VHLD) auf Touren zu bringen, brauche es jedoch rasch mehr Annahmestellen als nur die bestehende beim Migros (az Langenthaler Tagblatt berichtete). SVL-Mitgliedern werde daher die für eine Annahmestelle nötige Mitgliedschaft im Trägerverein halbiert.

Pro Auslieferung zahlt der Detaillist zwei Franken, der Kunde – welcher sich den Einkauf heimfahren lässt – drei Franken (oder ein Jahresabonnement für 150 Franken). Von letzteren seien bisher sechs verkauft worden, so die PVB-Chefin.

Bisher fünf Lieferungen pro Tag

Nach vier Wochen zog Toggenburger am Donnerstagabend an der SVL-Hauptversammlung zudem eine erste Bilanz. «Wir stehen noch ganz am Anfang», sagte sie. Nachdem bisher vieles von Burgdorf übernommen wurde, müsse man jetzt einen eigenen Langenthaler VHLD entwickeln. Bisher gingen pro Tag rund fünf Lieferungen ein. Je nach Wochentag gebe es grosse Schwankungen, was es äusserst schwierig mache, das Personal zu planen.

«Der Hauslieferdienst ist ein gutes Instrument», warb schliesslich auch der scheidende SVL-Präsident Daniel Bader. «Es kann ein gutes Marketing für Langenthal werden.» Von «durchwegs positiven Rückmeldungen» erzählte Urs Leuenberger von der Migros Langenthal: «Ich appelliere an alle SVL-Mitglieder, beim Velo-Hauslieferdienst mit zu machen.»

Details zum Langenthaler Velo-Hauslieferdienst www.maximumm.ch