«Hannes Schneider ist mein Freund und in Bezug auf die Firma Mitstreiter, Mitbesitzer und Mitverantwortlicher», beschreibt Ulrich Ammann seinen engen Kontakt zu Hannes Schneider.
Wie erlebt er seinen Schwager?

Als Erstgeborener kam Ulrich Ammann in der Nachfolgefrage zuerst ins Visier seines Vaters. Wie dieser lernte er am Poly Maschineningenieur mit Abschluss Betriebswissenschaften. «Das war gut. Dass ich mir aber anmasste, zuerst auf der Assistenz von Professor Daenzer zwei Jahre fremdes Brot zu essen, gefiel dem Vater gar nicht», so Ulrich Ammann. Noch viel weniger gefiel ihm, dass der dritte Sohn Christoph nach seinem Elektroingenieurstudium in die Ostschweiz zog. «Der zweitgeborene Sohn Peter studierte wie ich Maschineningenieur, er war der begabteste von uns Söhnen.» Aber Peter verunfallte tragischerweise 1969 tödlich. Schwester Katharina, Schneiders Frau, lernte Tierärztin.

Ulrich Ammann kannte Hannes Schneider schon, bevor dieser in die Familie einheiratete. Sie waren zusammen auf Bergtouren, damals, als Hannes und Katharina noch befreundet waren. «In der Firma Ammann übernahm ich verschiedene Funktionen und Aufgaben», sagt heute der vor einem Jahr Pensionierte. Zirka alle fünf Jahre nahm er ein neues Schwerpunkt-Projekt in Angriff. «Meist dort, wo es brannte.» So führte er etwa den Bereich Walzen in eine eigene Firma über oder er bereitete den Einstieg ins Tunneling vor. In den 80erJahren erfolgte eine Absprache zwischen ihm und Hannes Schneider. Dieser übernahm die Unternehmensführung und Ulrich Ammann nimmt sich der strategischen und/oder technischen Projekte an, um so seinen Teil zur Unternehmensführung beizutragen. «Eben dort, wo Not am Manne war.»

Ulrich Ammann beschreibt Hannes Schneider als kooperativen und innovativen Führungsmenschen. Er höre die Mitarbeiter an. «Normalerweise wird kollegial ein Entschluss gefasst, aber notfalls ziert er sich nicht, zu entscheiden. Er ist ein harter Unternehmer, der weiss, dass er Entscheide fällen muss.» Unsicherheiten würden zum Leben des Unternehmers gehören: «Das Schlimmste ist, wenn man nicht entscheidet, so ist aber Hannes nie.»

«Er übernahm also die Hauptverantwortung. Aber es gab eben viele Dinge, die nur im engsten Familienrahmen von uns beiden miteinander besprochen werden konnten.» Dies wird Ulrich Ammann fehlen, falls der Schwager gewählt wird: «Wenn er Bundesrat ist, wird er wird er nicht mehr zu mir kommen und mich um Rat fragen.»