Stadttheater

Folgt mit grossen Namen der Auftrieb?

Ausschnitt aus der Oper Fidelio, die am Samstag um 20 Uhr im Stadttheater zu sehen ist.

Ausschnitt aus der Oper Fidelio, die am Samstag um 20 Uhr im Stadttheater zu sehen ist.

Zum Saisonstart harzte es etwas – jetzt kommen Stars wie Tinu Heiniger und Dimitri ins Stadttheater Langenthal.

Ab dem kommenden Wochenende geht es im Stadttheater Schlag auf Schlag: Diesen Samstag und Sonntag finden gleich drei Veranstaltungen statt. Noch diesen Monat treten zudem der beliebte Berner Liedermacher Tinu Heiniger (am 12. November), Clown Dimitri (am 19. November) oder die seit Jahren beliebten Stars von Morgen (am 26. November) im Stadttheater auf. Gemäss Theaterleiter Reto Lang sind für alle Vorstellungen noch Tickets im Verkauf. Es ist zu erwarten, dass die bekannten Namen dem Stadttheater gute Publikumszahlen bescheren werden.

Lang hofft jedenfalls, dass mit den vielen Aufführungen in diesem Monat die Saison so richtig lanciert wird. Der Saisonstart sei bezüglich Publikumsaufmarsch bisher durchzogen gewesen. Er betont jedoch: «Die Zuschauerzahlen sind ein Faktor, wir können aber nicht jede Vorstellung nur an den Zahlen messen.» Die Kulturmatinee am vergangenen Sonntag mit Schriftsteller E. Y. Meyer war aus Langs Sicht zum Beispiel ein Erfolg, obwohl verhältnismässig wenig Leute ins Stadttheater kamen. Natürlich seien die Zuschauerzahlen ein wichtiges Thema seiner Arbeit. Er mache sich immer wieder seine Gedanken dazu. Lang überlegt sich beispielsweise, wie er mehr neue Gäste ins Theater locken kann. Es gebe ein gewisses Stammpublikum, das natürlich sehr willkommen sei. Genauso stelle er jedoch fest, dass viele Leute zu wenig Bescheid wüssten, was das Stadttheater alles anbiete. Interessant sei auch die Frage, wie viele Leute aus der Stadt und aus der umliegenden Region ins Theater kämen.

Inhaltlich ist der Theaterleiter mit dem bisher Gezeigten zufrieden. Die Saisoneröffnung mit der Komödie «Spiegel, das Kätzchen» sei ziemlich speziell gewesen. Die Vorstellung war auch nicht überaus gut besucht.

Der Monat November startet am Samstag, 5. November, mit Fidelio, der Oper von Ludwig van Beethoven. Fidelio ist eine Oper, deren Aufgabe es ist, Fragen zu stellen, anstatt Antworten zu geben. Lassen sich Gut und Böse wirklich so leicht unterscheiden? Oder ist es nur wichtig, auf der richtigen Seite zu sein? Denn die richtige Seite muss mit der rechten Seite keinesfalls identisch sein.
Nur noch wenige Tickets sind für das Familienmusical «Jim Knopf» im Angebot. Für diese Vorstellung am Sonntag um 14 Uhr gilt ein Einheitspreis von 18 Franken. Es ist die bekannte Geschichte von «Jim Knopf und Lukas de Lokifüehrer», den sympathischen Bewohnern aus dem Lummerland. Das Stück von Christian Berg mit Musik von Konstantin Wecker ist das erste Mal als Kindermusical in einer Mundartinszenierung auf Schweizer Bühnen zu sehen. Schliesslich wird am gleichen Tag abends um 19 Uhr im Übungssaal des Stadttheaters das politische Kabarett «Die Pfeffermühle» aufgeführt. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht Erika Mann, die älteste Tochter des berühmten Thomas Mann. Das Stück gegen den Nationalsozialismus wird in Kooperation mit dem Kulturzentrum Chrämerhuus durchgeführt.

Drei Vorstellungen an einem Wochenende seien tatsächlich etwas viel, sagt Reto Lang. Diese Konstellation sei schlicht aus terminlichen Gründen entstanden. Da eine Vorstellung im Übungssaal stattfinde, sei es vom Betrieb aber möglich.

Vorverkauf über die Theaterkasse, Telefon 062 922 26 66, oder per Mail: stadttheater@langenthal.ch

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1