Das Zelt

Expo-Überbleibsel seit zehn Jahren auf Tournee

Adrian Steiner (li.) und seine Frau Cathrine (re.) bringen auch dieses Jahr Christa Rigozzi und Marc Storace nach Langenthal. Hansjörg Sahli

Adrian Steiner (li.) und seine Frau Cathrine (re.) bringen auch dieses Jahr Christa Rigozzi und Marc Storace nach Langenthal. Hansjörg Sahli

Direktor Adrian Steiner will sein Produkt mit einer zweiten Plattform weiter vergrössern. Mit dem Langenthaler Tagblatt spricht er über Marco Rima, Langenthal sowie Eigenproduktionen.

Bisher lag «Das Zelt» mit seinen Terminen nicht optimal im Langenthaler Kulturkalender. Jetzt gastieren Sie im Juni auf dem Marktplatz. Adrian Steiner, bleibts dabei für die nächsten
Gastspiele?

Adrian Steiner: Ursprünglich gab es einen Interessenkonflikt mit den traditionellen Langenthaler Kulturveranstaltern. Wir haben uns anpassen können und werden künftig ebenfalls Rücksicht nehmen auf die Kulturlandschaft in Langenthal.

Falls Sie wieder nach Langenthal kommen?

Wir werden ganz sicher wieder kommen. Die Frage ist einzig, ob es jedes Jahr sein kann.

Klappt es nächstes Jahr?

Das wissen wir noch nicht.

Sie waren zwei Mal in Langenthal. Wie war die Auslastung?

Konkrete Zahlen geben wir keine bekannt. Aber wir waren sehr zufrieden. Das kann ich sagen. Langenthal hat den Vorteil, dass es ein Fleck in der Schweiz ist, der wie eine eigene Welt funktioniert und den wir normalerweise gar nicht bereisen. Es hat ein gutes Publikum und einen tollen Platz nahe dem Zentrum. Das ist wichtig für uns und hier zeigt sich die Stadt sehr kooperativ.

Warum schafft es Langenthal trotzdem auf Ihren Radar?

Das Jahr hat zwölf Monate und wir sind als gesamtschweizerisches Tourneetheater tätig. Wir können gar nicht alle Standorte erreichen. Dieses Jahr lassen wir beispielsweise St. Gallen aus. Mittelfristig werden wir aber zwei Plattformen gleichzeitig haben und können dann auch weitere Standorte bereisen.

Damit ist die Frage aber noch nicht beantwortet ...

Die mittelgrossen Städte sind für uns sehr dankbar, weil dort das kulturelle Angebot kleiner ist als in grösseren Städten.

Sie haben zehn Vorstellungen. Gleich dreimal spiel Marco Rima, warum?

Er ist natürlich ein Starkomiker mit einer grossen Popularität.

Die anderen sind dreimal schlechter, wohl kaum?

Nein, natürlich nicht. Das Zelt hat stark vom Comedy-Boom profitiert, und die Stars haben ein grosses Publikum. Zu ihnen gehört Marco Rima.

Ihr Ziel war es, mehr eigene Shows zu kreieren wie den «Rock Circus». Sind Sie auf dem Weg dazu?

Ja. Wir werden immer eine Kombination von Fremd- und Eigenproduktionen anbieten, wollen aber die Anzahl Eigenproduktionen erhöhen. In Langenthal haben wir am Mittwoch Premiere des Comedy Clubs, die vom Schweizer Fernsehen aufgenommen wird. Sicher ein Beweis für eine qualitativ hochstehende Produktion.

«Das Zelt» ist ein Expo-Produkt ...

... wir sind ein Stück Arteplage Biel, das stimmt.

Und Sie touren nun seit zehn Jahren in der Schweiz. Von Müdigkeit keine Spur?

Im Gegenteil. Vor Jahren hätte ich es vielleicht noch anders beurteilt. Es war eine harte Aufbauarbeit, aber «Das Zelt» hat sich sehr gut etabliert. Nachdem uns die Migros die letzten 10 Jahre begleitet hat, haben wir ab 2013 mit PostFinance einen Fünfjahresvertrag unterschrieben. Und wir werden in die Romandie ausbauen.

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