Naturpark

Der Entscheid ist gefallen: Der Naturpark-Verein löst sich auf

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In den vergangen Tagen stimmten lediglich Unterseen und Schangnau - mit Stichentscheid des Gemeindepräsidenten - der Fortführung des Projektes Naturpark Thunersee-Hohgant zu.

Damit ist der Naturpark an den Bundesvorgaben gescheitert. Diese sehe unter anderem eine Mindestgrösse von 100 Quadratkilometern vor. Am Montagabend beschloss deshalb der Vorstand des Vereins den Abbruch des Projekts. «Den Antrag an die elf Trägergemeinden, den Verein aufzulösen, beschlossen wir einstimmig», sagte gestern auf Anfrage Samuel Graber, SVP-Grossrat, Gemeindepräsident von Horrenbach-Buchen und Vorstandsmitglied. Persönlich bedaure er, dass der Park nicht zustande gekommen ist. «Ich bin überzeugt, dass die Region davon profitiert hätte.»

Nun werde man versuchen, die angefangenen Arbeiten in Absprache mit dem Kanton zu Ende zu führen. Er könne sich auch vorstellen, dass bestehende Projekte von privaten Trägerschaften weitergeführt werden, sagt Graber und nennt etwa den Swiss Mountain Market in Unterseen und das Naturparklädeli Zulgtal in Innereriz. Allerdings würden sich wohl keine der bisher führenden Naturpark- Köpfe für solche Tätigkeiten zur Verfügung stellen. «Es hat zu viele Personen, die genau hinschauen, wer sich weiter engagiert. Zu gross sei in der Bevölkerung die Angst, so könnte das Naturpark-Projekt durch ein Hintertürchen doch noch am Leben erhalten bleiben», sagt Graber. Das Finanzielle regle der Vorstand nach Vorliegen aller Abrechnungen in einer weiteren Sitzung. Falls noch Geld übrig bleibe, müsste noch die Zweckverwendung bestimmt werden.

Am Projekt Naturpark Thunersee-Hohgant wurde seit gut zehn Jahren gearbeitet. Letztes Jahr erteilten bereits die Gemeinden Sigriswil und Habkern dem Projekt eine Absage. Heuer gab es an den Gemeindeversammlungen klare Nein-Mehrheiten in: Beatenberg, Eriz, Heiligenschwendi, Homberg Horrenbach-Buchen, Oberhofen, Röthenbach, Unterlangenegg und Teuffenthal. (uz)

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