Der Burgäschisee ist vor allem für die heimische Bevölkerung ein beliebter Erholungsort. So kommt es, dass bei schönem Wetter die Autos im Gebiet der Seestrasse und der Grube Aeschisee kreuz und quer zwischen den Bäumen stehen. «Schon seit langem besteht die Absicht, dem wilden Parkieren einen Riegel zu schieben», sagt Erich Gygax, Gemeinderat mit Ressort Strassen/Verkehr. «Vor allem im Sommer ist die Situation schlimm.»

Ein Projekt auszuarbeiten war aber gar nicht so einfach, sagt er, weil viele Fachstellen involviert sind. Sämtliche Beteiligten hätten sich vor Ort getroffen. «Nun stehen aber die Pro Natura, die Pro Aeschisee, der Berner Naturschutz, der Fischereiaufseher und die Waldabteilung des Kantons sowie das Strasseninspektorat dahinter», sagt Gygax.

Aus Grube werden 40 Parkplätze

Das Projekt wurde von der Ge.Bau Hans Gerber GmbH aus Langnau im Emmental ausgearbeitet. Die Grube Aeschisee wird in 40 Naturparkplätze umgenutzt. Von dort bis zum See gibt es künftig einen Trampelpfad. Das kleine Gebäude an der Seestrasse im Wald wird abgerissen. Gemäss Gygax ist es baufällig und dient schon lange keinem Zweck mehr.

Verbessert wird auch die Ein- und Ausfahrt zum neuen Parkplatz. «Damit die Sicht gewährleistet ist, werden die Bäume an der Strasse gefällt», sagt der zuständige Gemeinderat. Zwar hätte man einige Bäume stehen lassen können und dennoch den gewünschten Blick auf die Bernstrasse erhalten, «aber zu wenige, als dass dies Sinn gemacht hätte». Also habe man sich dazu entschlossen, an diesem Standort alle Bäume zu fällen. «Im Gegenzug wird die gerodete Waldfläche von 722 Quadratmetern etwas weiter hinten wieder aufgeforstet», erklärt Gemeinderat Gygax. Dies sei von Gesetzes wegen vorgeschrieben.

Auch der Landwirtschaftsweg bleibt bestehen. Hingegen wird die zweite Zufahrt zum Platz geschlossen. Ein bestehender Holzlagerplatz muss ebenfalls verschoben werden. Um das wilde Parkieren zu verhindern, werden gemäss Gygax zudem an exponierten Lagen Steine gesetzt.

Kosten betragen 50000 Franken

Es sei kein übertriebenes Vorhaben, findet der Gemeinderat. Das zeigen auch die Kosten von rund 50000 Franken.

Das Baugesuch liegt noch bis zum 26. April in der Gemeindeverwaltung Seeberg in Grasswil auf. Bis das Projekt umgesetzt werden kann, dauert es aber voraussichtlich ein Jahr. «Roden kann man nur im Herbst oder Winter», erklärt Erich Gygax. «Erst danach kann mit den restlichen Arbeiten begonnen werden.»