Zusammenarbeit

Das Stadtorchester und das Dance Center auf einer Reise nach Wien

Die jugendlichen Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne der Mehrzweckhalle Aarwangen.

Die jugendlichen Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne der Mehrzweckhalle Aarwangen.

Samstag kurz vor acht Uhr abends strömten Menschenmassen Richtung Mehrzweckhalle Aarwangen. Der Anlass für diesen Besucherstrom war jedoch kein Public Viewing sondern ein Ballett-Konzert.

Das Programm «Ein Tag in Wien», das Stadtorchester und Dance Center Langenthal erarbeitet haben, zog gut 400 Besucher pro Aufführung an. Eine erstaunlich hohe Zahl, die aber die Attraktivität des Programms und die gewohnt gute Aufführungsqualität reflektiert.

Anfänglich dachten die Verantwortlichen an ein bis zwei Tanzeinlagen während des Konzertes. Daraus entwickelte sich im Probenverlauf eine durchchoreografierte Bühnenaufführung mit Rahmenhandlung.

Natürlich und leicht

An die 120 Kinder und Jugendliche setzten in sorgfältig erarbeiteten Choreografien bekannte und beliebte Musikstücke in anmutige Bewegungen um. Was bei den Proben noch eine grosse Herausforderung war, sowohl für den Dirigenten Walter Stucki als auch für die Choreografen Laura Jäggi, Carole Dietschi und Klaus Stauffer, sah bei der Aufführung ganz natürlich und leicht aus. Kein Wunder, dass Christa Rytz, Geschäftsleiterin Dance Center, bei der Moderation des Abends zufrieden strahlte.

Die Besucher wurden mit Franz Lehars «Jetzt geht’s los!» auf ein Tag in Wien eingestimmt. Sie durften eine fiktive königliche Familie auf ihrer Durchreise in Wien begleiten. Die erste Station führte sie zum Schloss Schönbrunn, wo der 1. Satz der Kindersinfonie von Leopold Mozart erklang und tänzerisch von jungen Schülerinnen des Dance Centers umgesetzt wurde.

Sowohl choreografisch als auch musikalisch ging es feurig mit dem Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms weiter. In der Polka Mazur «Aus der Ferne» von Joseph Strass bestachen die Tänzerinnen mit einer natürlichen Anmut von Bewegungen. Der berühmte Walzer «Wiener Blut» von Johann Strauss verabschiedete die Besucher in die Pause.

Ein rassiges «Happy Tango»von Hans Zander

Im zweiten Teil präsentierte sich dann die Stadt an der blauen Donau musikalisch sehr vielfältig. Ein rassiges «Happy Tango»von Hans Zander begeisterte die Besucher ebenso wie der Puppenwalzer von Dimitri Schostakowitsch. Den Höhepunkt des Abends bildeten aber die drei Tänze aus der Nussknacker-Suite von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Orientalisch-verführerisch präsentierten die Jugendlichen den Arabischen Tanz.

Und mit viel Witz und Augenzwinkern wurde der Chinesische Tanz aufgeführt. Die jüngsten Schülerinnen des Dance Centers eroberten dann mit dem Tanz der Rohrflöten die Herzen des Publikums. Zum Abschluss wurde es noch einmal nostalgisch und elegant, ganz in Wiener Manier, mit dem Walzer Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch.

Der nicht enden wollende Applaus des Publikums zeigte es deutlich: das Ballett-Konzert «Ein Tag in Wien» war ein grosser Erfolg.

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