Das Originalmusical mit Hanspeter Müller-Drossaart in der Titelrolle gewann Preise in den Kategorien bestes Musical, beste Welturaufführung und bestes Umfeld. Ausserdem wurde Carin Lavey, die Dällebachs Freundin spielt, zur besten Hauptdarstellerin gekürt.

Bester Hauptdarsteller ist laut Publikum und Jury Thomas Borchert als "Der Graf von Monte Cristo" in der Produktion des St. Galler Stadttheaters. Das Haus untermauerte seine Führungsposition bei den festen Bühnen im Bereich Musical mit dem Nebendarstellerinnen-Preis für Sophie Berner in "Der Mann von la Mancha".

Das Stadttheater St. Gallen konkurrierte unter anderem mit dem Stadttheater Bern und dem Luzerner Theater, die beide Tom Waits' "Woyzeck" auf dem Spielplan hatten.

Der Preis für den besten Nebendarsteller teilen sich Helmi Sigg, Guy Landolt und Midi Gottet als Familie Murmeltier in "Ewigi Liebi". Dieses Musical siegte auch in der Kategorie "Beste Wiederaufnahme" - nicht erstaunlich bei einer Laufzeit von bisher über 500 Vorstellungen, zunächst in Zürich, seit kurzem in Bern.

"Niederdorfoper" enttäuscht

Andere Produktionen schlossen enttäuschend ab, darunter die hoch gehandelte "Kleine Niederdorfoper", die sechs Nominierungsvorschläge hatte, aber nur eine Schlussnominierung bekam und ohne Preis blieb.

Der Preis war vom Musicalportal www.imScheinwerfer.ch dieses Jahr erstmals vergeben worden. In einer ersten Phase wurden in jeder Kategorie bis zu acht Nominierungsvorschläge gemacht. "Dällebach Kari" brachte es auf acht Nennungen, "Die kleine Niederdorfoper" und "Die Schwarzen Brüder" auf je sechs, "Ewigi Liebi" und "Die Patienten" auf je fünf.

In der Folge war das Publikum aufgerufen, die ersten drei auszuwählen. "Dällebach Kari" und "Ewigi Liebi" brachten alle Nominierungsvorschläge in die zweite Runde. Den Schlussentscheid fällte eine Fachjury bestehend aus Walter Andreas Müller, den Herausgebern des Musicalportals imScheinwerfer, Daniel Fischer und Andreas Isenegger, und Stefan Nägeli von Tele Top.