Wahlen 2011

Bernische SP: Zwischentöne wegen prominenten Quereinsteigern

Nationalratskandidat Matthias Aebischer: «Klar, beim Schweizer Fernsehen wäre ich für den Rest meines Berufslebens gut versorgt gewesen.»  SRF/Stefan Krause

Nationalratskandidat Matthias Aebischer: «Klar, beim Schweizer Fernsehen wäre ich für den Rest meines Berufslebens gut versorgt gewesen.» SRF/Stefan Krause

FMH-Präsident Jacques de Haller und TV-Moderator Matthias Aebischer wollen für die Berner SP in den Nationalrat. Das passt aber nicht allen SPler, wie sich am Nominierungsparteitag in Burgdorf am Samstag zeigte. Es hagelte Kritik.

Die bernische SP hat am Samstag offiziell ihre Kandidatinnen und Kandidanten für die eidgenössischen Wahlen vom 23. Oktober nominiert. Zu reden gaben am Parteitag in Burgdorf die Kandidaturen von prominenten Quereinsteigern.

So meldete sich ein Delegierter zu Wort und monierte, dass Prominente ohne Leistungsausweis in der SP gleich für den Nationalrat kandidieren dürften. Zu den schweizweit bekannten Neulingen bei den bernischen Sozialdemokraten gehören TV-Moderator Matthias Aebischer und Jacques de Haller, Präsident der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH).

Am Schluss doch alle dafür

Roland Näf, Präsident der SP Kanton Bern, erwiderte, in der Geschäftsleitung habe man lange über dieses Thema diskutiert. Er sei aber überzeugt, dass Aebischer und de Haller die Ideale der Partei vertreten und viele Stimmen erringen würden.

Die Delegierten nahmen schliesslich die Männer- und Frauenliste für den Nationalrat einstimmig an. Für den Ständerat fällt erst nach der anstehenden Ersatzwahl, in der Ursula Wyss um den freigewordenen Sitz von Budesrätin Simonetta Sommaruga kämpft, ein Entscheid. Hierfür erteilten die Delegierten der Geschäftsleitung der Partei einstimmig die Kompetenz für eine Nachnomination.

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