Der Haupttäter, ein 25-jähriger Schweizer, wurde unter anderem der Brandstiftung in 34 Fällen schuldig gesprochen. Das Strafmass wurde noch nicht festgelegt. Zunächst wird ein zusätzliches Gutachten erstellt.

Ein 24-jähriger Schweizer, der an den meisten Bränden ebenfalls beteiligt war, erhielt eine Freiheitsstrafe von 34 Monaten, davon 6 unbedingt. Fünf weitere Schweizer und ein Iraker wiesen ein kürzeres Sündenregister auf und kamen mit bedingten Strafen davon.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil im Wesentlichen den Anträgen des Staatsanwalts. Die Verteidiger der beiden Hauptschuldigen hatten ebenfalls auf Schuldsprüche plädiert.

Die Jugendclique aus einer Berner Vorortsgemeinde hatte Anfang 2007 mit dem Zeuseln begonnen und rasch einmal grössere Brände gelegt. Sie setzten Scheiterbeigen und Siloballen, aber auch leerstehende Liegenschaften in Brand.

Der Haupttäter war Mitglied der freiwilligen Feuerwehr und gab vor Gericht an, das Feuer habe ihn fasziniert. Zuweilen kehrten die Männer nach der Brandstiftung an den Tatort zurück und ergötzten sich nachträglich an den Löscharbeiten. Sie verfolgten auch die Berichterstattung in den Medien.

Die Polizei kam der Gruppe im Oktober 2007 auf die Schliche. Das sei beinahe eine Erlösung gewesen, berichtete einer der Männer vor Gericht. Von der Gruppe habe niemand den Mut gehabt, mit den Untaten aufzuhören.