Der Kanton Bern will im kommenden März in 19 Gemeinden einen zweiten Versuch mit E-Voting durchführen. Er hat dem Bundesrat dafür das entsprechende Gesuch gestellt.

Beim ersten E-Voting-Versuch des Kantons Bern vom 15. Mai dieses Jahres konnten nur rund 2600 Auslandschweizer ihre Stimme per Internet abgeben, und dies auch nur in fünf Gemeinden des Kantons Bern, auch die Gemeinde Langenthal aus dem Oberaargau hat an diesem Versuch teilgenommen. Damals handelte es sich um eine kantonale Abstimmung. Der Test verlief reibungslos.

Der nächste Versuch mit E-Voting soll nun anlässlich einer eidgenössischen Abstimmung stattfinden, wie der Regierungsrat am Donnerstag bekanntgab. Sie geht am 11. März 2012 über die Bühne. Die 19 Testgemeinden befinden sich in allen zehn Verwaltungskreisen des Kantons, um welche Gemeinden es sich genau handelt wird noch nicht bekannt gegeben. Rund ein Drittel der im Kanton Bern registrierten Auslandschweizer haben dort ihren politischen Wohnsitz.

Künftig sollen alle Auslandberner per Internet abstimmen können. Damit dies möglich wird, bewilligte der bernische Grosse Rat im Juni dieses Jahres einen Kredit von 960'000 Franken für die Jahre 2012 bis 2014. (sda)