U21-EM-Qualifikation

Zum Start der U21-EM-Quali: Ruben Vargas ist gegen Liechtenstein der Hoffnungsträger

Debütierte gegen Gibraltar für das A-Nationalteam: Ruben Vargas.

Der Bundesliganeuling Ruben Vargas steht beim U21-Nationalteam zum Start der EM-Qualifikation im Blickfeld. Um gegen die stärkeren Mitglieder der Gruppe bestehen zu können, ist für ihn und seine Mannschaft ein Sieg gegen Liechtenstein Pflicht.

Es ist schnell gegangen bei Ruben Vargas. Innerhalb eines Jahres ist er vom Talent mit Ladehemmungen beim FC Luzern zum A-Nationalspieler und Bundesligaprofi gereift. Heute aber spielt er auf der kleinen Bühne in Vaduz. Nach seinem 16-Minuten-Einsatz gegen Gibraltar ist Vargas gestern mit Innenverteidiger Eray Cömert, der im A-Team noch auf sein Debüt wartet, in das U21-Nationalteam eingerückt.

Zum Start der EM-Qualifikation ist gegen den kleinen Nachbar Liechtenstein ein hoher Sieg Pflicht. Zwar ist Vargas in jener Partie der grosse Hoffnungsträger, in dieser Kampagne dürfte er aber insgesamt keine grosse Rolle bekleiden. Vielmehr wird erwartet, dass er bald zum festen Kader des A-Teams gehört. Dennoch spricht Vargas so, als sei das gar keine Option.

Vargas, Okafor und Cömert sind auf dem Sprung

Natürlich spricht Vargas aber auch davon, dass mit dem Debüt ein Bubentraum in Erfüllung gegangen sei. Lustrinelli muss seinen besten Spieler wohl bald abgeben. «Das ist kein Problem, sondern eines meiner Ziele», sagt Lustrinelli. «Ich will, dass möglichst viele Spieler den Sprung schaffen.» Darüber, welche Spieler bald zum Stamm der A-Nati gehört, ist sich Lustrinelli mit Vladimir Petkovic einig. Es sind die drei Spieler, die zum Kreis der A-Nati gehörte: Vargas Cömert und Noah Okafor.

Der Basler Okafor ist das andere grosse Flügeltalent der Schweiz. Gemeinsam sollen er und Vargas heute zum ersten Mal die Flügelzange der U21 bilden. Die beiden gleichen sich nicht nur optisch, sondern auch spielerisch. Beide sind dribbelstark, haben Zug zum Tor. «Wir sind wirklich ähnliche Spieler», sagt der um zwei Jahre ältere Vargas. Die beiden verstehen sich sehr gut, haben viel Kontakt miteinander. «Darum freue ich mich darüber, erstmals mit Noah gemeinsam spielen zu können.»

Frankreich als bester Qualifikationsgegner

In der EM-Qualifikation trifft die Schweizer U21 neben Liechtenstein auch noch auf Frankreich, Georgien, Aserbaidschan und die Slowakei. «Wir wissen, dass eine Qualifikation nicht selbstverständlich ist», sagt Lustrinelli. Tatsächlich hat die U21 zuletzt keine positive Zeit hinter sich, verpasste die EM-Qualifikation deutlich.

Nun startet die U21 in einen neuen Anlauf. Dabei ist die EM-Endrunde zwar das Ziel, doch Lustrinelli sagt auch: «Es wird nicht einfach. Wenn wir immer mit den besten Spielern spielen könnten, ist das Potenzial riesig. Doch wenn wir nicht alle Spieler dabei haben, haben wir gegenüber den grossen Nationen wie Frankreich einen Nachteil, weil wir eine kleinere Breite im Kader haben.»

Trotz dieser Probleme bleibt Lustrinelli optimistisch: «Die U21 erlebt einen Aufschwung, wir haben wieder mehr Zuschauer und ein sehr talentiertes Team. Ich glaube, dass wir uns qualifizieren können.» Mit oder ohne Hoffnungsträger Vargas.

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