CSI Basel

Zürichs Pech ist Basels Glück - Auch 2018 kommen die Spitzenreiter nach Basel

2018 kommen Spitzenreiter nach Basel

2018 kommen Spitzenreiter nach Basel

Nur zwei Wochen nach dem CSI Basel (11. bis 14 Januar 2018) feiert der CSI Zürich sein 30-Jahr-Jubiläum. Grund zur Freude? Nicht wirklich. Denn es wird zugleich die Derniere des Zürcher Springreitens. Einer der Hauptgründe: die grosse Anzahl Turniere, die sich gegenseitig konkurrieren.

Als die Brüder Urs und Rolf Theiler den CSI Zürich 1988 erstmals organisierten, gab es weltweit ungefähr 300 Turniere. Heute sind es mehr als 2000. Davon haben rund 100 Springreiten den CSI-Fünf-Sterne-Status, sind also Wettbewerbe der höchsten Kategorie. Alleine in der Schweiz gibt es sieben solche Turniere (Basel, Zürich, Genf, St. Gallen, Ascona, Lausanne und St. Moritz).

Es erstaunt nicht, dass die Organisatoren des CSI Zürich die ausufernde Konkurrenzsituation als einen der Hauptgründe ins Feld führten. Zugleich kamen die Zürcher nicht umhin, darauf hinzuweisen, dass etliche Turniere nur dank Mäzenen überleben würden. Ein Seitenhieb in Richtung Basel. Thomas Straumann, gemeinsam mit Willy Bürgin Initiant des Basler Springreitens, alimentierte den Anlass vor allem zu Beginn. Der Basler wurde als Dentalimplantate-Hersteller zum Milliardär.

Nur drei Reiter der Top 15 fehlen

In Basel hat man dieses Communiqué nicht gerne gelesen, hat man die Brüder Theiler doch erst vor zwei Jahren für ihr Engagement für den Schweizer Springreit-Sport geehrt. Fakt aber ist, dass der CSI Basel das Springreiten in Zürich konkurriert. Noch 2008 – also ein Jahr vor dem ersten Springreiten in Basel – verzeichneten die Zürcher einen Publikumsrekord von 44 200 Zuschauern.

Zuletzt waren es bloss noch 35 000 – was auch damit zusammenhängt, dass der Event von vier auf drei Tage reduziert wurde. In Basel dagegen wuchs die Zahl der Zuschauer auch in den letzten Jahren langsam, aber stetig. Zuletzt kamen 21 100 Pferde-Liebhaber und Springreitsport-Interessierte zum CSI nach Basel.

Der Event ist nicht nur bei den Zuschauern beliebt: 2018 werden von den Top 15 der FEI-Rangliste nur gerade drei Reiter fehlen: die topgesetzten Amerikaner Kent Farrington und Mclain Ward sowie der Kanadier Eric Lamaze. Aus dem Grund, weil zu dieser Zeit auch in Übersee Springreiten stattfinden.

Warum alle nach Basel pilgern

Farrington und Ward zum Beispiel nehmen an einem mehrwöchigen Wettbewerb in Florida teil. Warum alle anderen nach Basel pilgern? «Bei keinem anderen Hallenturnier auf der ganzen Welt kann man in neun Springen Punkte für FEI-Ranking sammeln», sagt OK-Präsident Willy Bürgin.

Obschon der Sport im Zentrum steht, gibts auch in Basel Showelemente. So wird zum Beispiel Jason Brügger, Sieger der SRF-Castingshow «Die grössten Schweizer Talente» 2016, durch die Luft wirbeln. Derzeit ist er noch mit dem Circus Knie unterwegs durch die Schweiz. Die Zuschauer goutieren es.

Man hat bis jetzt im Vorverkauf leicht mehr Tickets abgesetzt als im Vorjahr. Und künftig – sobald der CSI Zürich wegfällt – dürften es noch mehr sein. Selbst wenn man in Basel das Aus des Zürcher Springreitens bedauert, profitiert man letztlich auch.

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