Drei Tage nach der Weltcup-Abfahrt von Crans-Montana legt der internationale Skiverband (FIS) eine neue Rangliste vor. Hinter der Siegerin Sofia Goggia ist nun die Österreicherin Nicole Schmidhofer Zweite. Den dritten Rang belegt Corinne Suter – Joana Hählen und Lara Gut-Behrami fliegen vom Podest. Letztere hatte einen Kurzauftritt auf dem Podium: In der offizialisierten Version der Rangliste rückte sie am Samstag auf Rang 3 vor, jetzt ist die Tessinerin nur noch Sechste.

Es ist ein perfektes Chaos, das die FIS mit der für die Zeitmessung verantwortlichen Firma Swiss Timing angerichtet hat. Da die Verbindungen zwischen den Installationen bei der Ziellinie und dem Zeitnehmerraum bei vier Schweizerinnen nicht funktionierten, wurde die Handzeitmessung massgebend. Sie kommt bei jedem von der FIS veranstalteten Rennen zum Einsatz. Ein doppelter Boden, falls die Technik spinnt.

Schlecht für WM-Bewerbung 2025 

Dass die Verantwortlichen drei Tage nach dem Rennen kommunizieren, dass sie die Marge von 13 Hundertstelsekunden irrtümlicherweise subtrahiert und nicht addiert hatten, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Man leistet sich ein unnötiges weiteres Kapitel, das leicht hätte verhindert werden können. Das schadet der Glaubwürdigkeit der FIS und wirft ausserdem ein ungünstiges Licht auf Crans-Montana, das sich für die Austragung der Ski-WM 2025 bewirbt.

Und letztlich ist die Geschichte für einige Fahrerinnen brutal. Etwa für Joana Hählen, für die sich der erste Weltcup-Podestplatz nach drei Tagen wieder in Luft auflöst. Aber auch Corinne Suter dürfte Mühe haben, sich zu freuen, wenn ihr jetzt das erste Weltcup-Podium in den Schoss fällt. Vielleicht wäre es das Beste, die Resultate würden vollständig annulliert werden. Noch bevor die nächste überarbeitete Fassung der Rangliste erscheint.

Corinne Suter wird aufs Podest befördert.

Corinne Suter wird aufs Podest befördert.