Leichtathletik
Zbären und Urech scheiden im Halbfinal aus

Die Hürdenläuferinnen Noemi Zbären und Lisa Urech scheiden im Halbfinal aus. Pascal Mancini qualifiziert sich über 100 Meter fürs Halbfinale. Amaru Schenkel (100m), Hugo Santacruz (800m) und Irène Pusterla (Weitsprung) verpassen die Qualifikation.

Raphael Biermayr
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Lisa Urech kann nicht an die Zeit im Vorlauf anknüpfen
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Impressionen vom ersten EM-Tag
David Storl gewinnt die Goldmedaille im Kugelstossen.
David Storl feiert mit Maskottchen Cooly
10'000 Meter-Lauf der Frauen
Die Britin Jo Pavey läuft über 10'000 Meter als Gewinnerin über die Ziellinie.
Die Tessiner Weitspringerin Irene Pusterla belegt Platz 13 und verpasst damit die Qualifikation fürs Halbfinale um einen Platz.
Die Isländerin Hafdis Sigurdardottir landet im Sand
Hugo Santacruz läuft hinterher.
Die Schweizer Fan-Ecke
Pascal Mancini läuft die 100 Meter in 10,43 Sekunden
Amaru Schenkel (links) läuft mit 10.44 Sekunden als Sechster ins Ziel. Der Spanier Angel David Rodriguez ist mit der gleichen Zeit weiter - er wurde Vierter in seinem Lauf und hat sich damit direkt qualifiziert.
Zbärens Triumphmarsch durch das Stadion Letzigrund.
Geschafft: Noemi Zbären zieht in den Halbfinal ein.
Noemi Zbären läuft als Zweite über die Linie.
Lisa Urech kam als Vierte ins Ziel - und qualifizierte sich schliesslich trotzdem für den Halbfinal.
In Aktion: Lisa Urech biss sich über 100 Meter Hürden durch.
Dreispringer Alexander Hochuli in Aktion.
Gut gefülltes Stadion Letzigrund
Auf dem Weg zum Rekord: Mujinga Kambundji über 100 Meter.
Die Deutsche Hochspringerin Katharina Bauer im Stadion Letzigrund.
Steeple-Läufer Krystian Zalewski (rechts) und Mitko Tsenov beim Handshake.
Ivet Lalova schwört sich auf das 100-Meter-Rennen ein.
Dem Druck standgehalten: Mujinga Kambundji beim Auslaufen.
Die ausgeschiedene Schweizerin Marisa Lavanchy (links) und Titel-Favoritin Dafne Schippers nach dem Rennen.
Überzeugend: Langhürdler Kariem Hussein (Mitte) lässt die Konkurrenz im Vorlauf alt aussehen.
Das Revier markiert: Lokalmatador Kariem Hussein zeigt sich in Topform.
Enttäuscht: Jonathan Puemi scheidet als erster Schweizer aus - über 400 Meter Hürden.
Immer mit dabei: Maskottchen Cooly feiert Mujinga Kambundji.
Kariem Hussein lässt sich feiern - Cooly ist einer der ersten Gratulanten.

Lisa Urech kann nicht an die Zeit im Vorlauf anknüpfen

Keystone

Eine halbstündige Show zum Abschluss des ersten Wettkampf-Tages eröffnete die 22. Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich. Die Zuschauer beklatschten ein multimediales Spektakel mit weltbekannten Musikern und Künstlern, Lichteffekten und Feuerwerk.

DJ BoBo spielte gemeinsam mit dem EM-Maskottchen Cooly auf. Der Extremsportler und Hochseil-Artist Freddy Nock, mit mehreren Einträgen im Guinness Buch der Rekorde ein Garant für stockenden Atem, faszinierte in luftiger Höhe über der Laufbahn. Und der Auftritt der finnischen Rock-Formation Sunrise Avenue steuerte ein weiteres musikalisches Highlight bei. Die mehrfach dekorierten Pop-Rocker um Frontmann Samu Haber sind ein fester Bestandteil der aktuellen Unterhaltungsindustrie. Deren Auftritt galt als Hommage an Helsinki, das 2012 die letzten kontinentalen Titelkämpfe durchgeführt hatte.

Den Bogen zum Sport schlugen ehemalige Schweizer Leichtathletik-Grössen. Werner Günthör, Anita Weyermann, Meta Antenen, André Bucher oder Markus Ryffel wurden auf leuchtenden Würfeln präsentiert. Seinen ersten von zwei EM-Einsätzen in Zürich hatte Viktor Röthlin. Der Marathon-Europameister von Barcelona 2010 wird am Sonntag seinen Titel verteidigen.

Die Heim-EM in Zürich begann für das Schweizer Team ansprechend. Mujinga Kambundji senkte den Schweizer Rekord über 100 m auf 11,32 Sekunden und der 400-m-Hürdenläufer Kariem Hussein lässt nach seinem Vorlauf sogar leise Medaillenhoffnungen aufkommen.

Andere Trümpfe stachen nicht. Die Hürdensprinterinnen Noemi Zbären und Lisa Urech verfehlten als Neunte und Zwölfte die Qualifikation für den Final vom Mittwochabend. Enttäuschend verlief der Auftritt der Routinières Nicole Büchler und Irene Pusterla. Die ersten Goldmedaillen von Zürich 2014 liessen sich der Kugelstösser David Storl (De) und Jo Pavey (Gb) nach ihrem Sieg über 10'000 m umhängen.

Die Resultate:

Zürich. Europameisterschaften. Finals. Männer. Kugel: 1. David Storl (De) 21,41. 2. Borja Vivas (Sp) 20,86. 3. Tomasz Majewski (Pol) 20,83. 4. Stipe Zunic (Kro) 20,68. 5. Asmir Kolasinac (Ser) 20,53. 6. Jan Marcell (Tsch) 20,48.

Zehnkampf. Stand nach dem 1. Tag: 1. Kai Kazmirek (De) 4492 Punkte (100 m 10,75/Weit 7,68/Kugel 14,01/Hoch 2,13/400 m 47,34). 2. Andrej Krautschanka (WRuss) 4363 (11,31/7,63/15,19/2,22/50,53). 3. Arthur Abele (De) 4310 (10,90/7,55/15,39/1,98/48,59). 4. Eelco Sintnicolaas (Ho) 4301. 5. Ilja Schkurenjow (Russ) 4283. 6. Kevin Mayer (Fr) 4271.

Frauen. 10'000 m: 1. Jo Pavey (Gb) 32:22,39. 2. Clémence Calvin (Fr) 32:23,58. 3. Laila Traby (Fr) 32:26,03. 4. Jip Vastenburg (Ho) 32:27,37. 5. Sara Moreira (Por) 32:30,12. 6. Sabrina Mockenhaupt (De) 32:30,49.

Vorläufe und Qualifikationen

Männer. 100 m. Vorlauf. 1. Serie (RW 0,4 m/s): 1. Christophe Lemaitre (Fr) 10,16. - 2. Serie (GW 0,4 m/s). 1. Dwain Chambers (Gb) 10,18. - 3. Serie (GW 0,1 m/s): 1. James Dasaolu (Gb) 10,22. - 4. Serie (GW 0,1 m/s): 1. Jimmy Vicaut (Fr) 10,06. 2. Pascal Mancini (Sz) 10,43. - 5. Serie (windstill): 1. Harry Aikines-Aryeetey (Gb) 10,19. Ferner: 6. Amaru Schenkel (Sz) 10,44. - Mancini als Gesamt-22. weiter, Schenkel als Gesamt-25. ausgeschieden.

800 m. Vorlauf. 3. Serie: 1. Adam Kszczot (Pol) 1:47,92. Ferner: 6. Hugo Santacruz (Sz) 1:49,16. - Santacruz als Gesamt-24. ausgeschieden.

400 m Hürden. Vorlauf. 1. Serie: 1. Denis Kudrjawzew (Russ) 49,05. Ferner: 7. Jonathan Puemi (Sz) 51,40. - 5. Serie: 1. Kariem Hussein (Sz) 49,70. - Hussein als Gesamt-4. in den Halbfinals, Puemi als Gesamt-31. ausgeschieden.

Drei. Qualifikation: 1. Ljukman Adams (Russ) 16,97. Ferner: 18. Alex Hochuli (Sz) 15,98. - Hochuli ausgeschieden.

Kugel. Qualifikation: 1. Storl 20,76. Ferner: 3. Majewski 20,50.

Diskus. Qualifikation: 1. Robert Harting (De) 67,01.

Frauen. 100 m. Vorlauf. 1. Serie (GW 0,6 m/s): 1. Mujinga Kambundji (Sz) 11,32 (SR, bisher Kambundji 11,33 am 14. Juni 2014 in Genf). - 2. Serie (GW 0,4 m/s): 1. Dafne Schippers (Ho) 11,10. Ferner: 6. Marisa Lavanchy (Sz) 11,65. - 4. Serie (GW 0,4 m/s): 1. Myriam Soumaré (Fr) 11,03. - Kambundji als Gesamt-11. in den Halbfinals, Lavanchy als Gesamt-28. ausgeschieden.

400 m. Vorlauf. 2. Serie: 1. Christine Ohuruogu (Gb) 51,40. - 4. Serie: 1. Olga Semljak (Ukr) 51,16.

1500 m. Vorlauf. 1. Serie: 1. Abeba Aregawi (Sd) 4:11,64. - 2. Serie: 1. Sifan Hassan (Ho) 4:09,55.

100 m Hürden. 1. Serie (GW 1,5 m/s): 1. Cindy Billaud (Fr) 12,75. - 3. Serie (windstill): 1. Nadine Hildebrand (De) 12,78. Ferner: 4. Lisa Urech (Sz) 13,05. - 4. Serie (GW 2,0 m/s): 1. Tiffany Porter (Gb) 12,69. 2. Noemi Zbären (Sz) 12,95. - Zbären als Gesamt-7. und Urech als Gesamt-12. in den Halbfinals.

Halbfinal. 1. Serie (GW 0,8 m/s): 1. Billaud 12,79. Ferner: 6. Zbären 13,01. - 2. Serie (GW 0,1 m/s): 1. Porter 12,63. Ferner: 5. Urech 13,10. - Zbären als Gesamt-9. und Urech als Gesamt-12. ausgeschieden.

Stab: 1. Carolin Hingst (De) 4,45. Ferner: 15. Anna Katharina Schmid (Sz) 4,35. 17. Nicole Büchler (Sz) 4,25. - Schmid und Büchler ausgeschieden.

Weit. Qualifikation: 1. Eloyse Lesueur (Fr) 6,72. Ferner: 13. Irene Pusterla (Sz) 6,39. - Pusterla ausgeschieden.

Speer: 1. Martina Ratej (Sln) 61,87. Ferner: 4. Barbora Spotakova (Tsch) 59,99.

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