Super League

YB verliert Sanogo – der Ivorer grätscht künftig in der Wüste für das Saudi-Team Al Ittihad

Sékou Sanogo grätscht künftig nicht mehr für YB, sondern für Al Ittihad aus Saudi-Arabien

Sékou Sanogo grätscht künftig nicht mehr für YB, sondern für Al Ittihad aus Saudi-Arabien

Der Aderlass bei den Young Boys geht weiter. Nachdem eben erst der Abgang von Leonardo Bertone zum FC Cincinatti publik gemacht wurde, müssen die Berner nun den Wechsel von Mittelfeld-Puncher Sékou Sanogo verkünden.

Die Young Boys geben einen ihrer wichtigsten Spieler aus der Meistermannschaft der letzten Saison ab. Nach viereinhalb Jahren bei YB wechselt Sékou Sanogo zu Al Ittihad nach Saudi-Arabien. Der Abgang überrascht nicht wirklich, immer wieder wurde der 29-jährige Ivorer umworben, stand mehrfach kurz vor einem Wechsel in die Bundesliga. Oder wie Sportchef Christoph Spycher sagt: «Wir geben ihn nicht gern ab. Aber nun haben wir eine Lösung, die für alle Parteien stimmt, nachdem wir zuvor mehrmals Angebote ausländischer Klubs abgelehnt hatten.» Zu den Interessenten gehörte zuletzt offenbar auch die AS Roma.

Sékou Sanogo beim Medizintest bei Al Ittihad und im Trikot seines neuen Arbeitsgebers

Der Mittelfeldspieler war im Sommer 2014 vom FC Thun zu den Young Boys gekommen. Er entwickelte sich vor allem in den letzten zwei Jahren zum Leistungsträger, zu einem physisch starken Spielgestalter. Wenn immer er fit war, war er für eine Position in der Achse gesetzt. Sein häufigster Partner im zentralen Mittelfeld in den letzten von den Young Boys in der Super League beherrschten anderthalb Saisons war Djibril Sow.

Für YB bestritt Sanogo 138 Wettbewerbsspiele. Er brachte es auf 13 Tore, 16 Assists und 3 Platzverweise in Gelbschwarz. In der laufenden Saison wurde er in 23 Partien (15 Super League, 4 Champions-League-Gruppenphase, 2 Champions-League-Qualifikation, 2 Schweizer Cup) eingesetzt. 

Leonardo Bertone präsentiert stolz den Schal seines neuen Klubs, dem FC Cincinatti

Nach Leonardo Bertone ist Sanogo der zweite zentrale Mittelfeldspieler innert Wochenfrist, der die Berner verlässt. Sportchef Spycher sagt, es sei nicht so, dass YB ab jetzt alle drei Tage Spieler abgeben werde. Und: «Uns war stets bewusst, dass es in diesem Winter Veränderungen geben wird, schliesslich war unser Kader auf die Dreifachbelastung ausgerichtet. In der Rückrunde fällt die Champions League jedoch weg.»

An den Ambitionen der Berner ändert sich durch die Abgänge der beiden Mittelfeldspieler nichts. Spycher: «Wir werden alles daran setzen, den Meistertitel zu verteidigen.» Das will man in Bern mit dem vermutlich jüngsten defensiven Mittelfeld der Super League bewerkstelligen. «Wir verfügen im zentralen Mittelfeld über junge, hoffnungsvolle Spieler, die bereits eindrücklich bewiesen haben, dass sie Verantwortung übernehmen», so Spycher. Nebst Sow (21) meint Spycher auch Michel Aebischer (21) und den auf diese Saison von Thun zurückgekehrten Sandro Lauper (22) an. 

Zuletzt spielte Lauper zwar oft in der Innenverteidigung, aber sofern Steve von Bergen, Mohamed Camara und Gregory Wüthrich nicht verletzt ausfallen, sind die Berner im Abwehrzentrum gut besetzt. Und selbstverständlich hätten sie bei Bedarf durch die Einnahmen aus der Champions League und die Transfers das nötige Kleingeld, um sich zu verstärken. (sda/sel)

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