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YB-Fassnacht: «Ich sehe keinen Grund, warum wir die Quali nicht schaffen sollten»

Christian Fassnacht ist nach überstandener Leistenverletzung wieder für YB im Einsatz.

Christian Fassnacht ist nach überstandener Leistenverletzung wieder für YB im Einsatz.

Vor dem Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Roter Stern Belgrad beklagen die Young Boys mehrere angeschlagene Spieler. Nicht mehr zu ihnen gehört Christian Fassnacht. Er hat sich am Wochenende eindrücklich zurückgemeldet und versprüht Zuversicht.

Christian Fassnacht läuft in Richtung Kabine und hat ein breites Lachen auf dem Gesicht. Kein Wunder. Er fühlt sich gut. Richtig gut. Soeben haben die Young Boys den FC Zürich mit 4:0 nach Hause geschickt und der Nationalspieler hat sein Comeback in der Startformation gegeben. Den Saisonstart und drei weitere Meisterschaftspartien verpasste er wegen einer Leistenverletzung. «Ich bin einfach glücklich, dass ich wieder schmerzfrei spielen konnte», sagte der Mittelfeldspieler nach der Partie.

Roter Stern hat die Trümpfe in der Hand

Im Cup und im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation wurde Fassnacht jeweils eingewechselt. Nun also der erste Startelfeinsatz in der Saison 2019/2020. Nach der Partie gegen den FCZ kann man getrost sagen: Fassnacht ist wieder da – und wie. Er selbst findet, er habe sich schnell wieder zurechtgefunden innerhalb der Mannschaft. Sein Gefühl täuscht ihn nicht. In der ersten Halbzeit gegen den FCZ lief praktisch jede Offensivaktion beim Meister über den Mittelfeldspieler mit der Nummer 16. Damit hat er eindrücklich gezeigt, dass er und auch seine Teamkollegen bereit sind für das Rückspiel gegen Belgrad vom Dienstag.

Der FC Zürich war für die Young Boys kein Gradmesser. Das kann man von Roter Stern Belgrad nicht behaupten. Der serbische Rekordmeister wird den Berner das Leben schwer und den Einzug in die Champions League streitig machen. Dabei hat er auch noch die besseren Karten in der Hand dank dem Unentschieden im Hinspiel und den heissblütigen heimischen Fans im Rücken im zweiten Vergleich der beiden Teams.

«Wir sind zu Toren fähig»

Ob Fassnacht dann wieder ein Faktor sein kann? Mit grosser Wahrscheinlichkeit schon. Diese Meinung teilt auch Trainer Gerardo Seoane: «Glücklicherweise konnten wir ihn gut aufbauen. Wir sehen ihn fast wieder bei hundert Prozent.» Noch nicht entschieden ist, ob der Mittelfeldspieler in der Startaufstellung steht oder von der Bank kommt. Der Nationalspieler selbst geht das Ganze locker an, auch wenn es um sehr viel geht. «Ich will eine solide Leistung zeigen, fighten und die Mannschaft unterstützen, wie ich es noch immer versucht habe», sagt er, auch wenn er sich so kurz nach dem Spiel gegen Zürich persönlich noch nichts Konkretes vorgenommen habe.

Dass Christian Fassnacht wieder zur Verfügung steht, freut natürlich auch seinen Trainer, Gerardo Seoane.

Dass Christian Fassnacht wieder zur Verfügung steht, freut natürlich auch seinen Trainer, Gerardo Seoane.

Die Zuversicht für das Belgrad-Spiel ist bei Seoane wie auch bei Fassnacht gross. Der Trainer spricht vor allem die positive Entwicklung an, die seine Mannschaft durchmache. YB werde auch auswärts auf Sieg spielen, versichert Seoane, auch wenn es ein «fussballerischer Hexenkessel» sei, der ihn und seine Mannschaft erwartet. «Defensiv müssen wir sehr solid spielen, offensiv wissen wir, dass wir zu Toren fähig sind.» Zu Toren fähig ist YB wahrhaftig. Gegen Zürich hätte es gut und gerne auch 8:0 stehen können. Zwar müsse die Effizienz noch besser werden, bilanzierte Christian Fassnacht, er befand aber auch, dass ihm ebendiese Torchancen wie auch die Leistung im Hinspiel Zuversicht geben würden für das zweite Kräftemessen mit Belgrad. «Ich sehe keinen Grund, warum wir es nicht schaffen sollten», sagt er deshalb. Das Selbstvertrauen stimmt und Fassnacht fühlt sich gut. Richtig gut.

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