Einzelkritik

WM-Einzelkritik: Gökhan Inler

Captain Gökhan Inler

Captain Gökhan Inler

Die Nati-Einzelkritik von Spiel zu Spiel von Mittelfeldspieler Gökhan Inler im Überblick

WM-Achtelfinal gegen Argentinien: Note 5

Das Verhältnis zwischen guten Pässen und Fehlpässen stimmt. Aber der Grat ist schmal. Ein starker Beginn mit vielen Akzenten. In dieser Phase ist er der unbestrittene Chef auf dem Feld. Der Mann, der das Team zusammenhält. Der Dirigent. Aber plötzlich nehmen auch die Unkonzentriertheiten zu. Die Fouls ebenfalls. Wobei in solch einem Spiel gilt: Lieber ein Foul zu viel als eines zu wenig. Summa summarum ein starker Captain.

WM-Spiel gegen Honduras: Note 5

Und er kann es doch! Starker Auftritt des Captains. Massiv verbessert in allen Belangen. Vor allem fällt auf, wie er bemüht ist, Bälle in die Tiefe zu spielen. Exemplarisch sein Geniestreich vor dem zweiten Tor. Eine Drehung und dann kommt sofort der Steilpass (auf Drmic). Er verleiht dem Team Stabilität und Ruhe. Er dirigiert die Angriffe. Er ist da, wenn die Abwehr Hilfe braucht. Verbessern muss er sich gegen Argentinien bei Kontern. Zu oft verspringt ihm der Ball.

WM-Spiel gegen Frankreich: Note 2

Er ist derzeit ein Captain ohne Ausstrahlung. Ein schöner Pass pro Spiel (jener auf Xhaka vor dem 2:5) reicht nicht. Viele Ballverluste, dafür keine Kreativität. Dabei wäre im Mittelfeld so viel Platz vorhanden gewesen. Von einem wie ihm muss der Trainer erwarten können, dass er die Mannschaft in schwierigen Momenten führt und mitreisst. Das geschieht nicht. Und nicht zum ersten Mal. Gehört auch zu jenen interessierten Zuschauern, die vor dem 0:3 den Spurt zurück verweigern.

WM-Spiel gegen Ecuador: Note 3

Zu Beginn des Spiels wirkte er am wenigsten nervös. Zumindest im Mittelfeld. Steht am Ursprung von Drmics Halbchance. Kommt dem Tor selbst mit seinem guten Schuss ziemlich nahe. Nach der Pause aber mit jeder Minute schwächer. Erst werden die Pässe immer ungenauer. Dann verhindert er mit missglückten Ballannahmen mehrere vielversprechende Konter. Gerade, was die Kreativität betrifft, hat der Captain enormes Steigerungspotenzial. Muss und wird sich steigern.

Testspiel gegen Peru: Note 4,5

Dieses Mal spielt er durch. Ordentlicher Auftritt, vor allem im Zweikampfverhalten und gegen hinten. An der WM muss er aber mehr die Initiative ergreifen im Spiel nach vorne. Wir wollen mehr solche Super-Pässe sehen wie vor dem 2:0 auf Shaqiri!

Testspiel gegen Jamaika: Note 4,5

Der Captain ersetzt in der 46. Minute Valon Behrami. Er ist sofort bemüht, das Spiel zu ordnen. Durchaus mit Erfolg. Seine weiten Pässe reissen die Abwehr von Jamaika einige Male auseinander.

Ausgangslage:

Der Captain. Bewusst gewählt von Hitzfeld, weil er für die vielen Secondos auch integrativ wirkt. Als Kopf im Mittelfeld häufig souveräner Chef, manchmal wünscht sich der Betrachter etwas mehr spielerischer Verve. Legt sich der unnötige Streit mit Behrami bis zur WM?

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