Am 22. Mai hatte sich Luis Suarez noch am Meniskus operieren lassen - und nun schoss der Liverpool-Stürmer die Engländer ziemlich sicher aus der WM.

Sechs Minuten vor dem Ende entwischte er der englischen Abwehr und traf eiskalt zum 2:1-Siegtreffer. Es war bereits sein zweiter Treffer an diesem Abend.

In einer intensiven ersten Hälfte hatte England zwar etwas mehr vom Spiel und die klareren Torchancen, doch ins Tor traf nur Uruguay.

Captain Steven Gerrard liess sich im Mittelfeld von Nicolas Lodeiro düpieren, Edinson Cavani täuschte geschickt einen Schuss an und spielte dann eine butterweiche Flanke auf Suarez - und der liess sich in der 39. Minute nicht zweimal bitten und traf per Kopf in die Torecke.

Was ihm in der Meisterschaft nie gelungen war, klappte mit der Nationalmannschaft: ein Treffer gegen Manchester Citys Goalie Joe Hart.

Zwei der Protagonisten des Führungstores - Lodeiro und Suarez - hatten bei der Niederlage des Weltmeisters von 1930 und 1950 gegen Costa Rica (1:3) noch gefehlt.

Insgesamt wechselte Trainer Oscar Tabarez gleich fünf Spieler aus, zwei (den gesperrten Maxi Pereira und Captain Diego Lugano) gezwungenermassen, drei, um seiner schwächelnden Equipe neuen Schwung zu verleihen.

Dafür musste auch Rekord-Nationalspieler Diego Forlan, der beste Spieler der WM 2010, auf die Bank weichen. Zumindest defensiv zahlten sich die Umstellungen lange Zeit aus, offensiv lohnte sich die Massnahme ebenfalls. Denn bei einem Nadelstich liess es Suarez nicht bleiben.

In der zweiten Halbzeit strebte Uruguay nach zehn Minuten einen zweiten Treffer an, dann verlegten sich die Südamerikaner nur noch aufs Verteidigen. Eine Viertelstunde vor Schluss verscheuchte Wayne Rooney ein paar seiner Geister. Der Stürmerstar von Manchester United erzielte an seiner dritten WM endlich sein erstes Tor. Er war in der ersten Hälfte mit einem Kopfball an der Latte (31.) gescheitert und nach 54 Minuten freistehend aus sieben Metern an Uruguays Keeper Fernando Muslera. Es war der Auftakt eines offensiven Powerplays der Engländer. Gekrönt wurde es durch Rooney, als er vom ansonsten oft überforderten Aussenverteidiger Glen Johnson mustergültig freigespielt wurde. Mit dem ersten Schuss aufs Tor der Uruguayer nach einer 30-minütigen schöpferischen Pause schoss dann Suarez die "Three Lions" ins Elend.

Der Torschützenkönig der Premier League eliminierte wohl die englische Nationalmannschaft erstmals seit 1958 (gegen Brasilien und die Sowjetunion) bereits in der Vorrunde aus einer WM. Eine winzige Hoffnung bleibt England noch: Ein Sieg Italiens am Freitag gegen Costa Rica und dann in der letzten Runde gegen Uruguay. Dann könnte England mit einem deutlichen Sieg über Costa Rica noch auf den zweiten Platz vorstossen.

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