WM-Fouls

Neymar-Verletzung: Schweizer Schiedsrichter Busacca wird zum Sündenbock

Schiedrichter-Chef Busacca und der verletzte Neymar.

Schiedrichter-Chef Busacca und der verletzte Neymar.

Nach der schweren Verletzung von Brasiliens Superstar Neymar werden die Schiedsrichter kritisiert, zu wenig hart durchzugreifen. Im Visier ist jetzt auch der Schweizer Schiedsrichter-Chef Massimo Busacca.

Massimo Busacca (45) habe die 25 Unparteiischen angewiesen, so lange wie möglich auf Gelbe Karten zu verzichten und Foulspiele mit der eigenen Persönlichkeit zu ahnden, schreibt die deutsche Boulvardzeitung «Bild». Das habe zur Folge, dass die Spieler die Schiedsrichter nicht mehr ernst nähmen und noch mehr foulten.

Fakt ist: Im Viertelfinale Brasilien gegen Kolumbien gab es 54 Fouls, aber nur vier Gelbe Karten. Der Knie-Tritt von Kolumbiens Juan Zuniga in den Rücken von Neymar wurde nicht geahndet. Neymar brach sich dabei einen Lendenwirbel und fällt für den Rest der WM aus.

Urs Meier kritisiert WM-Schiedsrichter

Busacca wird als oberster Schiedsrichter indirekt auch von seinem Ex-Kollegen Urs Meier heftig kritisiert. Im ZDF erhob der Aargauer, der früher selber WM-Spiele gepfiffen hatte, schwere Vorwürfe: «Die Fifa hat mitzuverantworten, dass Neymar ausfällt. Die Messlatte für Gelbe Karten ist viel zu hoch.» (roc)

Meistgesehen

Artboard 1