Die Schweizer Nati ist jetzt entlarvt. Der späte Sieg gegen Ecuador hat in der Schweiz noch für kollektiven Jubel gesorgt.

Und gleichzeitig Ignoranten und Berufsoptimisten die Sicht aufs Wesentliche versperrt: Die schwachen Schweizer waren gegen Ecuador ein unverschämt glücklicher Sieger.

Die jungen Schweizer konnten einzig ihre Nervosität als mildernden Umstand geltend machen.

Gegen Frankreich stand die Schweiz nicht mehr unter dem zwingenden Erfolgsdruck. Allein schon deshalb konnte man eine Leistungssteigerung erwarten.

Doch es scheint, als sei einigen Spielern noch nicht bewusst, wo sie sich tummeln - nämlich an der WM.

Eine WM verzeiht keine eklatanten Fehler und erst recht nicht fehlende Qualität. Doch die Schweizer produzieren Fehler, als gäbe es an dieser WM eine Fehler-Trophy.

Ihr Verhalten auf dem Platz ist bisweilen so kopflos wie Captain Inlers Aussage nach dem Spiel, man müsse die Fehler besser machen.

Aber, und das ist besonders erschreckend, hat die als goldene Generation angepriesene Schweizer Nati in zwei Partien nicht bewiesen, dem Qualitätsstandard einer Fussball-WM zu genügen.