Einzelkritik
Siebenmal ungenügend: Schwache Nati beim Unentschieden in Nordirland

Gegen Italien noch hochgelobt, am Mittwoch weit unter den Erwartungen. Die Schweiz kommt gegen Nordirland nur zu einem 0:0 und kann sich im Vergleich mit Italien keinen Vorteil erspielen.

François Schmid-Bechtel 2 Kommentare
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Die Offensive war gegen Nordirland inexistent.

Die Offensive war gegen Nordirland inexistent.

Toto Marti/Freshfocus / Blick

Yann Sommer, Torwart

Er hat kaum eine Möglichkeit, sein Können zu demonstrieren. Zu harmlos sind die Nordiren in der Offensive. Note 5

Ricardo Rodriguez, Aussenverteidiger

Selten hat man von ihm so viele Fehler gesehen. Schon gegen Italien war sein Auftritt nicht gut. Es scheint, als stecke er in einer Schaffenskrise. Dabei spielt er in Turin wieder regelmässig. Note 3

Nico Elvedi, Innenverteidiger

Er hatte in der Startphase erstaunlich viel Mühe mit dem nordirischen Stürmer Shayne Lavery. Den Namen noch nie gehört? Nicht weiter tragisch. Lavery spielt für Blackpool in der zweiten englischen Liga. Immerhin: Nach 20 Minuten kennt auch Elvedi Shayne Lavery. Respektive: Er hat ihn fortan im Griff. Note 4

Die Gegner kamen an Nico Elvedi und der Verteidigung kaum vorbei.

Die Gegner kamen an Nico Elvedi und der Verteidigung kaum vorbei.

Toto Marti/Freshfocus / Blick

Manuel Akanji, Innenverteidiger

Eine total andere Aufgabe als gegen Italien. Sicher, bei den wenigen hohen Bällen in den Strafraum ist höchste Konzentration gefragt. Aber Akanji, das Mathematikgenie, hat auch damit keine Probleme. Note 4,5

Silvan Widmer, Aussenverteidiger

In einem Spiel, in dem er defensiv kaum gefordert ist, sollten von einem offensiv ausgerichteten Aussenverteidiger wie ihm viel mehr Impulse kommen. Note 3,5

Remo Freuler, halbrechtes Mittelfeld

Auch er agiert wie fast alle Schweizer mutlos in der Vorwärtsbewegung. Als er endlich doch mal in den Abschluss geht (81.), zögert er viel zu lange. Note 3

Fabian Frei, zentrales Mittelfeld

Er wird früh verwarnt (16.) Für einen Spieler in seiner Position normalerweise ein erhebliches Handicap, weil man im zentralen Mittelfeld ständig in Zweikämpfe verstrickt ist. Doch Frei lässt sich weder verunsichern noch agiert er gehemmt. Im Gegenteil: Er leistet sich kaum einen Fehler. Wie schon gegen Italien eine formidable Darbietung des FCB-Strategen. Trotzdem wird er in der 59. Minute durch Steven Zuber ersetzt. Und ein weiterer Wermutstropfen: Im Heimspiel gegen Nordirland (9. Oktober) wird Frei gesperrt fehlen. Note 5

Fabian Frei konnte seine gute Leistung gegen Italien in Nordirland bestätigen

Fabian Frei konnte seine gute Leistung gegen Italien in Nordirland bestätigen

Toto Marti/Freshfocus / Blick

Denis Zakaria, halblinkes Mittelfeld

Bei ihm ist wenigstens das Bestreben erkennbar, offensiv etwas zu reissen. Aber er kann nicht kaschieren, dass ihm Rhythmus, Sicherheit und Selbstverständnis fehlen. Aber es ist ein kleiner Schritt zurück. Note 4

Ruben Vargas, linker Flügel

Der initiativste Offensivspieler. Das lässt sich einerseits festmachen am Penalty, den er provoziert. Aber auch sonst ist er lange der einzige Schweizer, der zumindest im Ansatz für so etwas wie Gefahr sorgt. Er ist es auch, der mit einer Freistossflanke Akanji beinahe das 1:0 serviert. Note 4,5

Christian Fasnacht, rechter Flügel

Der YB-Mann ist in der ersten Halbzeit unsichtbar. Überfordert von einem Tempo, das eher gemächlich ist. Es erstaunt deshalb, dass er erst in der 59. Minute raus muss. Note 2

Haris Seferovic, Stürmer

Er wäre wohl froh gewesen, hätte man ihn in der ersten Halbzeit nicht gesehen. Denn die einzige Aktion, die Seferovic hatte, war sein missratener Penalty - ganz schwach geschossen - in der 33. Minute. Es bleibt bei dieser einen, leider unrühmlichen Szene für den formschwachen Benfica-Stürmer, ehe er in der 77. Minute durch Zeqiri ersetzt wird. Note 2

Diese Partie will Haris Seferovic sicherlich gleich vergessen.

Diese Partie will Haris Seferovic sicherlich gleich vergessen.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Steven Zuber, hängender Stürmer

Wird in der 59. Minute für Frei eingewechselt. Auch er schafft es nicht für Gefahr zu sorgen. Note 3,5

Renato Steffen, linker Flügel

Der Offensivspieler von Wolfsburg ersetzt in der 59. Minute den völlig überforderten Fassnacht. Bleibt ohne grosse Szene. Note 3,5

Ohne Note: Andi Zeqiri (77. für Seferovic), Michel Aebischer (86. für Zakaria) und Jordan Lotomba (86. für Widmer).

2 Kommentare
Luigi Ineichen

Und warum hat Herr Yakin nicht Orten aufgeboten? Mit seiner Kraft und seinem Willen wäre er die bessere  Sturm Variante als der blasse Severovic gewesen.

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