Aus in der dritten Runde des Pokals, dazu die 0:3-Niederlage im Hinspiel der Achtelfinals der Champions League gegen Tottenham und zuletzt drei Remis in Folge in der Bundesliga. Borussia Dortmund um den Schweizer Trainer Lucien Favre, Torhüter Roman Bürki und Nati-Verteidiger Manuel Akanji drohen die Felle davonzuschwimmen. Nächster Tiefpunkt: das 0:0 gegen Bundesliga-Schlusslicht Nürnberg. Es ist bereits das dritte Liga-Remis in Folge.

Favre sagt über das Spiel, in dem seine Mannschaft viele Chancen ungenutzt liess: «In der zweiten Hälfte haben drei- oder viermal nur fünf Zentimeter gefehlt. Wir haben das Spiel dominiert und es hat sehr wenig gefehlt. Natürlich sind wir unzufrieden.» Sorgen macht sich der 61-Jährige aber keine: «Das gehört dazu. Wir haben viel probiert.» Gleicher Meinung ist auch Mittelfeldspieler Axel Witsel: «Es ist eine kleine Krise. Solche Phasen gehören dazu.»

«Bitte um realistische Einstellung»

Ein Wort, gegen das sich Sebastian Kehl wehrt. «Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die einen extrem positiven Lauf gehabt hat», sagt der Chef der Lizenzspielerabteilung. «Ich bitte um eine realistische Einordnung der Situation.» Natürlich hätte man sich mehr erhofft und habe das Spiel gewinnen wollen. «Wir dürfen aber nicht vergessen, aus welcher Situation wir kommen.» Es sei normal, dass die Mannschaft auch einmal einen kleinen Knicks habe. 

Der Vorsprung auf Rekordmeister Bayern München ist nach dem dritten Remis in Folge auf drei Punkte geschrumpft. Zudem muss Lucien Favre auf Schlüsselspieler Marco Reus verzichten, der mit einem Muskelfaserriss für unbestimmte Zeit ausfällt. Reus hat in 19 Spielen 13 Tore erzielt und sechs weitere vorbereitet. Die nächste Nagelprobe für die Dortmunder steht am Sonntag bevor. Gegner ist Bayer Leverkusen, das zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen hat.