Super League
Wir präsentieren Ihnen bereits heute die Schlusstabelle der neuen Saison

Zwar ist das erste Spiel noch nicht angepfiffen. Trotzdem wagten wir einen Blick in die Zukunft und können nun deuten, wie die Tabelle im Mai 2016 aussehen wird. Der Anführer erstaunt nicht, sonst aber liess uns die Kugel Erstaunliches erkennen...

François Schmid-Bechtel
Drucken
Teilen
Ob die erhaschten Blicke in die Kugel der Wahrheit entsprechen?

Ob die erhaschten Blicke in die Kugel der Wahrheit entsprechen?

Zur Verfügung gestellt
Rang 1: FC Basel

Rang 1: FC Basel

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Natürlich hat Basel eine Achse (Schär, Frei, Streller) verloren. Natürlich fehlt nach Strellers Rücktritt die Identifikationsfigur par excellence. Das alles regt die Phantasie bei der Konkurrenz an. Aber: Basel hat nicht nur die letzten sechs Titel gewonnen, sondern sich auch als Meister des Umbruchs etabliert. In diesem Sommer mit den Zuzügen der Nationalspieler Kuzmanovic, Janko, Bjarnason, Lang und Hoegh. Deshalb steht dem neuen Trainer Urs Fischer wie schon seinen Vorgängern die abgeklärteste Mannschaft der Schweiz zur Verfügung.

Rang 2: BSC Young Boys

Rang 2: BSC Young Boys

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Schön, dass endlich wieder mal ein Klub die Herausforderung FCB annimmt. Das mit einer Mannschaft, in der beinahe so viel Talent steckt wie beim Meister. Ausserdem ist es Sportchef Fredy Bickel gelungen, den Kreis jener Spieler, die schon mal etwas gewonnen haben, sukzessive zu vergrössern. Das alles verspricht zumindest mehr Spannung im Schweizer Fussball. Garantiert aber noch keinen Triumph. Denn um die Titel-Sehnsucht in Bern zu stillen, muss YB erst mal verinnerlichen, wie man unspektakulär, ja sogar dreckig siegen kann.

Rang 3: FC Sion

Rang 3: FC Sion

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Noch sind die Erinnerungen an den Cupfinal präsent. Diese eindrückliche Demonstration der Stärke, des Willens und der spielerischen Souplesse, welche die Walliser gegen den FC Basel beim 3:0 geboten haben. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass Sion nun den FC Basel ablösen wird. Gleichwohl werden die Walliser eine starke Super-League-Saison spielen. Warum? Weil längst vergessene Parameter wie Team-Hierarchie, Homogenität, Identifikation und Kontinuität im normalerweise überhitzten FC Sion eine Renaissance feiern.

Rang 4: FC Luzern

Rang 4: FC Luzern

Zur Verfügung gestellt

Begründung

18 Spiele, 34 Punkte, Rang 2. Das ist die Bilanz des FC Luzern in der letzten Rückrunde. Also jener Phase, die als relevant gilt, um die Arbeit von Trainer Markus Babbel zu beurteilen. Trotz des erstaunlichen Steigerungslaufs bleibt sich der FC Luzern auch unter Babbel treu. Heisst: Störfeuer breiten sich in Luzern schneller zu einem Flächenbrand aus als anderswo. Und Störfeuer gibt es einige. Beispielsweise Jantschers Wechselabsichten, der Flirt von Sion-Präsident Constantin mit Marco Schneuwly. Deshalb sagen wir Luzern Platz 4 voraus, statt Platz 2.

Rang 5: FC Zürich

Rang 5: FC Zürich

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Der FCZ hat das Potenzial, um selbst den FC Basel herausfordern zu können. Aber der FCZ hat auch die Gabe, sich entweder selbst zu zerfleischen wie im Fall Da Costa, oder in der Depression zu verharren wie nach dem brutalen Foul des Aarauer Wieser an Gilles Yapi. Ausserdem steigt der FCZ mit einem Trainer (Urs Meier) in die Saison, der bereits angezählt ist. Und mit einem Captain (Yassine Chikhaoui), der noch immer in die Leaderrolle wachsen muss. Und: Der FCZ hat nicht den Torhüter (Brecher), den
es bräuchte, um vorne mitzumischen.

Rang 6: St. Gallen

Rang 6: St. Gallen

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Konsolidierung auf überschaubarem Niveau. So lautet die Einschätzung, wenn man die Transfers analysiert. Immerhin scheinen die Ostschweizer auf gutem Weg, das aufgeblähte Kader zu entschlacken. Denn mit wenigen Ausnahmen (Karanovic und Rodriguez) verlassen Spieler den Klub, deren Preis-Leistungs-Verhältnis nicht im Lot war. Doch der FCSG muss aufpassen: Selbst in der fussballbegeisterten Ostschweizer Metropole begnügt man sich nicht ewig mit Mittelmass. Deshalb ist diese Saison auch ein Kampf um Wertschätzung.

Rang 7: Grasshopper Club Zürich

Rang 7: Grasshopper Club Zürich

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Funktioniert der neue Abwehrchef Alexandre Barthe, liegt mehr drin als nur Platz 7. Etabliert sich einer aus dem Torhüter Duo Vasic/Mall als verlässliche Nummer 1, liegt mehr drin als nur Platz 7. Bleiben Caio und Dabbur während der ganzen Saison verletzungsfrei an Board, liegt mehr drin als nur Platz 7. Fallen Kim Källströms Defizite punkto Dynamik nicht ins Gewicht, liegt mehr drin als nur Platz 7. Das sind etwas viele Unwägbarkeiten. Verlässlicher ist deshalb die Prognose, dass es auch in dieser Saison in der GC-Führung ordentlich rumpeln wird.

Rang 8: FC Thun

Rang 8: FC Thun

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Wahrscheinlich prophezeiten wir den Thunern schon vor der letzten, der vorletzten und der vorvorletzten Saison den Kampf gegen den Abstieg. Aber Thun hatte nie wirklich etwas mit dem Abstieg zu tun. Im Gegenteil. Thun ist europäisch. Nur: Irgendwann reihen sich die Thuner dort ein, wo sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Kraft hingehören. Gut möglich, dass es in der neuen Saison der Fall sein wird. Denn es fehlen die Tore von Berat Sadik, es fehlt die Aura von Trainer Urs Fischer und es fehlt auch die Unberechenbarkeit von Alexander Gonzalez.

Rang 9: FC Lugano

Rang 9: FC Lugano

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Der Aufsteiger ist die grosse Unbekannte. Und wie im Tessin üblich, bedient man sich vor allem auf italienischen Wühltischen. Von dort ist einer mit einem grossen Namen gekommen: Zdenek Zeman, 68, Trainer, ursprünglich Tscheche, heute Italiener. Zeman hat unter anderem schon die Römer Klubs AS und Lazio trainiert. Er ist bekannt für seine offensive, teils unkonventionelle Spielweise. Und er gilt in Italien als Diamantschleifer. Einer, der aus Talenten Stars formt. Jedenfalls ist Luganos Schicksal mit jenem des kettenrauchenden Zdenek Zeman verknüpft.

Rang 10: FC Vaduz

Rang 10: FC Vaduz

Zur Verfügung gestellt

Begründung

Gemäss der Papierform haben sich die Liechtensteiner verstärkt. Was auch Gefahren birgt. Denn mit dem früheren FCZ-Spieler Kukuruzovic und dem einstigen Nationalspieler Moreno Costanzo wurden zwei Spieler verpflichtet, die nicht ins eigentliche Beuteschema passen. Dieses sieht vor, jungen und hungrigen Spielern, die vielleicht anderswo schon gescheitert sind, eine Chance zu geben. Nur: Haben die «Stars» Costanzo und Kukuruzovic noch den nötigen Hunger? Und wie gefährlich ist ihre Anspruchshaltung für das intakte Teamgefüge?

Aktuelle Nachrichten