Wintersport
Motivationsschub für Ramona Schöpfer: Die Langläuferin holt zwei Podestplätze

An den Schweizer-Langlauf-Meisterschaften in Sedrun feiert die Marbacherin zwei Medaillengewinne.

Jörg Greb
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Ramona Schöpfer hat die Balance gefunden zwischen Sport, Schule und Erholung.

Ramona Schöpfer hat die Balance gefunden zwischen Sport, Schule und Erholung.

Bild: Edi Zihlmann

Ramona Schöpfer spekulierte in der Vergangenheit vergeblich darauf, sich an Schweizer Meisterschaften wunschgemäss zu profilieren. «Es klappte vor allem im letzten Jahr nicht, ich war mental nicht genügend bereit», sagt sie. Mit Rang 6 bei den U16 musste sie vorliebnehmen. Die Folge: Die talentierte Nachwuchsläuferin aus Marbach war «immer etwas enttäuscht». Nun vermochte die 16-Jährige diesen Makel abzustreifen. In ihrem ersten Jahr bei den U18 gewann sie ihre ersten Medaillen: Silber im Einzelstartrennen in der Skating-Technik und Bronze in der Verfolgung im klassischen Stil. Als Siegerin konnte sich zwei Mal die anderthalb Jahre ältere Siri Wigger, die letztjährige Jugend-Olympiasiegerin und dreifache Junioren-WM-Medaillengewinnerin, feiern lassen.

«Ich bin mehr als zufrieden», bilanzierte Ramona Schöpfer. «Ich konnte zeigen, was ich kann.» Von ihren «stärksten Wettkämpfen» in der noch jungen Karriere spricht die Gymnasiastin (Gymnasium plus in Schüpfheim). Im Einzelstartrennen lief sie auf Platz 10 aller Schweizerinnen. Vierte wurde sie bei den U20, Zweite bei den U18. Vor allem das Verfolgungsstartrennen am zweiten Meisterschaftstag hat aber gute Erinnerungen hinterlassen. «Das war mein erster Verfolger, das forderte mich zusätzlich», sagt sie. Ins Rennen hineinfinden musste sie, «und es lief mir immer besser». Nachdem sie sich anfänglich zurückgehalten hatte und etliche Widersacherinnen mit deren Schnellstart hatte vorbeiziehen lassen, begann sie aufzudrehen. Gesamtrang 11 schaute heraus, Rang 4 bei den U20, Rang 3 bei den U18.

«Ich will noch mehr aus mir herausholen»

Ramona Schöpfer generiert aus diesen Erfolgen zusätzliche Motivation. «Ich will noch mehr Gas geben, weiter Fortschritte erzielen, noch mehr aus mir herausholen», sagt sie. Die Junioren-Weltmeisterschaften (sofern sie stattfinden werden) nennt sie als Ziel. Und auf den Geschmack gekommen ist sie auf nationaler Stufe: «Am zweiten Schweizer Meisterschaftswochenende Ende März will ich meine Resultate natürlich bestätigen.» Aufbauen wird sie auf einem «hervorragenden Grundgefühl». Sie weiss nicht nur, wie sich «gelungene Rennen entwickeln», sie hat auch die Balance gefunden zwischen Schule, Sport und Erholung. Sie hört in sich hinein, spürt ihren Körper und weiss auch, Pausen einzubauen. «Es gibt Tage, da fehlt die Lust, dann schalte ich zurück. Und das ist genau das Richtige für mich.» So strebt die erstaunlich reife junge Frau – sie sagt, sie denke perfektionistisch und schätze einen organisierten Alltag – weiter nach oben. Das Langlaufen sieht sie als «Möglichkeit zum Abschalten vom Schulstress und zum Ausloten von Grenzen». Das mag sie. Und da gibt es ein weites Talent, das sie damit zu kombinieren weiss: das Künstlerische, das Zeichnen.

Zahlreiche Innerschweizer Top-Ten-Platzierungen

Bei der Elite fehlten die besten Athleten (Erholungstage nach der Tour de Ski), darunter auch die Innerschweizer Aushängeschilder Nadine Fähndrich und Roman Furger. Für die besten Innerschweizer Meisterschaftsergebnisse sorgten so Cyril Fähndrich (Eigenthal, 6. Verfolgung, 13. Einzelstart), Roman Schaad (Unteriberg, 8., 11.), Lea Fischer (Engelberg, 8., 9.), Janis Riebli (Giswil 8., 15.) und Avelino Näpflin (Klewenalp, 11., 16.). Bei den U20 belegte Bianca Buholzer (Horw) die Ränge 6 und 8, Selina Haas (Marbach) wurde 9. und 10. Bei den U18 lief Nadia Steiger (Horw) auf die Positionen 4 und 6 und Silvan Durrer (Drusberg) auf Rang 7 (Einzelstart).

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