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Wieder ein Nuller gegen Lausanne: Der EV Zug verliert erneut gegen die Waadtländer

Der EV Zug spielt in Lausanne zu fahrig und verliert 1:2. An der Transferfront könnte er indes einen Sieg landen.

Es ist ein prächtiger Bau, dieser Eishockey-Tempel zu Prilly, einem Stadtteil von Lausanne. Am 24. September konnte der HC Lausanne in das 9600 Fans umfassende Stadion einziehen. Das Bauwerk hatte und hat jedoch noch so seine Tücken. Ein Teil einer Decke im Aussenbereich löste sich, glücklicherweise wurde niemand verletzt. Einige Baustellen im Mantel des Gebäudes sind noch immer nicht aufgehoben. Es gibt noch einiges zu tun für die Bauarbeiter.

Das 2:0 von Cory Emmerton.

Das 2:0 von Cory Emmerton.

Auch sportlich wollte es zu Beginn der Ära Vaudoise-Arena noch nicht so recht klappen. 3:5 im Startspiel gegen Erzrivale Genève-Servette, und dann folgte auch noch eine 1:7-Heimschlappe gegen Davos. Von diesem Startschock erholten sich die Waadtländer jedoch rasch. Für Rapperswil-Jona (1:4), Ambri-Piotta (1:3) und Lugano (2:5) gab es dann nichts mehr zu holen. Der EV Zug war am Dienstagabend der sechste Gast in der laufenden Meisterschaft.

Nur zwei Gegentreffer dank Genonis Eingreifen

Von offensiver Zurückhaltung beider Teams war nach der Startsirene nichts zu spüren. Der grosse Unterschied zwischen den beiden Teams: In der Defensive hielten sich die Zuger, höflich formuliert, vornehm zurück und liessen Lausanne vor dem Tor des Öfteren gewähren. Dementsprechend schnell fiel das 1:0 (4.): Joël Vermin ging in der EVZ-Abwehr vergessen, der Stürmer konnte mit einem wuchtigen Schuss erfolgreich abschliessen. Die letzten fünf Minuten des Startdrittels überstanden die Zuger nur mit viel Glück, dem Unvermögen der Lausannois und Goalie Leonardo Genoni.

Die Lage vor dem eigenen Tor beruhigte sich nach der ersten Pause. Einmal sah die Abwehr jedoch wieder schlecht aus. Nach Ablauf einer Strafe gegen Lausanne liess sich Zug auskontern. Yannick Herren wurde von Genoni gestoppt. Der EVZ hatte dann seine stärkste Phase gegen Ende des zweiten Spielabschnitts. Doch der Ex-Zuger Tobias Stephan konnte seinen Kasten reinhalten.

Die Zentralschweizer gaben sich in den letzten 20 Minuten redlich Mühe, die Partie noch zu wenden. Doch auch nach der fünften Überzahlsituation gab es keinen Torerfolg zu vermelden. Im Gegenteil: Cory Emmerton fuhr einen Konter sehenswert zu Ende und bezwang Genoni zum 2:0 (47.). Yannick-Lennart Albrecht traf fünf Minuten vor Ende noch zum 1:2. Doch Zug holte sich nach dem 5:6 am 17. September bereits den zweiten Nuller gegen Lausanne.

Calle Andersson ist auf dem Radar des EV Zug

Nebst der gestrigen Partie gibt auch noch eine Personalie zu reden. Dem Vernehmen nach hat Zug Calle Andersson auf dem Radar. Der 25-jährige Schwede ist derzeit Verteidiger beim SC Bern. Der Vertrag läuft im Frühjahr aus. Weil Andersson im Besitz einer Schweizer Lizenz ist, wird sein nächster Vertrag ein sehr gut dotierter. Bern will ihn halten, auch Lausanne und Lugano ist hinter ihm her. Andersson spielte bereits in der Saison 2014/15 in Zug. Er absolvierte 24 Spiele, wurde dann im Tausch gegen Dominik Schlumpf nach Lugano abgeschoben. Andersson ist offenbar gegen eine Rückkehr nach Zug nicht abgeneigt: Der Grund ist Trainer Dan Tangnes, von dessen Arbeit er angetan  sein soll.

Wechselt der Schwede nach Zug, dürfte es gleich für zwei Verteidiger eng werden. Die Verträge von Thomas Thiry und Miro Zryd laufen aus. Mit Dario Wüthrich hat der EVZ einen Pfeil in der eigenen Academy im Köcher, dem die Zukunft in der obersten Liga gehört.

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