Eishockey in Kenia
Wie, wenn plötzlich Neymar in der Garderobe stehen würde

Eine kenianische Auswahl von Eishockey-Spieler wurden nach Kanada eingeladen, um endlich mal gegen andere Mannschaften spielen zu können. Dabei erlebten die afrikanischen Eishockey-Freaks eine Überraschung der unglaublichen Sorte.

Marcel Kuchta
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Einem Kenianer kommen die Tränen.

Einem Kenianer kommen die Tränen.

ZVG

Man stelle sich vor, dass die Fussball-Nationalmannschaft von Nepal nach Brasilien eingeladen wird, um ein paar Freundschaftsspiele gegen Amateurteams bestreiten zu dürfen. Und dann betreten plötzlich die brasilianischen Superstars Neymar und Roberto Firmino die Garderobe im nepalesischen Nationaltrikot, um zusammen mit dem Exoten aus dem fernen Land zu kicken.

Genau das geschah - aber im Eishockey. Eine Gruppe von Eishockeyspielern aus Kenia, wo es genau ein Eisfeld gibt und eine Handvoll Sportler, die die Sportart ausüben können, wurden von einer kanadischen Kaffeehaus-Kette ins Mutterland des Eishockeys eingeladen, um endlich mal ein paar Spiele gegen andere Mannschaft bestreiten zu können.

NHL-Superstar Sidney Crosby.

NHL-Superstar Sidney Crosby.

KEYSTONE/AP/MATT SLOCUM

Als sich die Kenianer in der edlen Garderobe einer wunderbaren Arena umziehen und ihre schönen, neuen Kenia-Nationaltrikots bestaunen, betreten plötzlich Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) und Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche), zwei der aktuell besten Eishockeyspieler der Welt, den Raum. Die Reaktion der kenianischen Spieler spricht Bände. Die meisten trauen ihren Augen nicht, einer beginnt zu weinen, ein anderer greift Sidney Crosby ins Gesicht um sicher zu sein, dass er es wirklich ist.

Danach bestreiten die Superstars zusammen mit den Kenianern ein Freundschaftsspiel gegen eine kanadische Mannschaft. Eine wunderbare Geschichte, die auch das eine oder andere Tränchen zum Vorschein kommen lassen kann.