Das Wort zur Champions League
Wenn Trainer um den Job kämpfen: Für Zinédine Zidane und Unai Emery geht es um mehr als ein Spiel

Als der Football Club Paris Saint-Germain im August 1970 das Licht der Welt erblickt, ist Real Madrid schon 68 Jahre alt und längst der erfolgreichste Klub der Welt. Daran hat sich bis heute nichts geändert, sind die Königlichen mit 12 Titeln doch ungefährdet die Könige der Königsklasse.

Markus Brütsch
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Zinédine Zidane sagt, seine Zeit bei Real laufe ab, falls der PSG nicht rausgeworfen werde.

Zinédine Zidane sagt, seine Zeit bei Real laufe ab, falls der PSG nicht rausgeworfen werde.

KEYSTONE/EPA EFE/RODRIGO JIMENEZ

Davon können sie sich aber nichts kaufen, wenn sie heute und in drei Wochen in diesem Wettbewerb gegen den PSG ums Überleben kämpfen. Für ihren Trainer Zinédine Zidane zählt nicht mehr, dass es ihm in der vergangenen Saison als erstem gelungen ist, eine Mannschaft zur Titelverteidigung zu führen.

Und dass er in seinen ersten beiden Trainerjahren gleich zwei Mal die Champions League gewonnen hat und dazu auch noch die spanische Meisterschaft. Er selber sagt, dass seine Zeit bei Real ablaufe, falls der PSG nicht rausgeworfen werde. Denn in der spanischen Liga ist der Zug abgefahren und in der Copa del Rey ist man gegen Leganes ausgeschieden.

«Sein oder Nichtsein»

Da hilft «Zizou» auch nicht, dass Real im Dezember gegen Porto Alegre den Weltcup gewonnen hat. Doch der Weltmeister von 1998 will um seinen Job kämpfen. Er müsse jetzt in einer schwierigen Phase beweisen, dass er ein guter Trainer sei, sagt Zidane vor dem Kräftemessen mit den Franzosen.

Oder, wenn man so will, mit dem Emir von Katar. Dieser hat 2011 den PSG gekauft und seither 966 Millionen Euro in Transfers gebuttert. Nach dem peinlichen Out im Vorjahr, einem 1:6 in Barcelona nach einem 4:0 zu Hause, haben die Katari mit der Verpflichtung von Neymar (222 Millionen) und Kylian Mbappé (180 Millionen) einen nächsten Kraftakt getätigt, um sich den Traum vom Gewinn der Champions League zu erkaufen.

Daher ist klar, dass es auch für PSG-Trainer Unai Emery in den Spielen gegen Real um Sein oder Nichtsein geht. Emery gibt sich cool und sagt, Real sei ein gutes Los. Wenn der PSG etwas Besonderes erreichen wolle, müsse er den Titelverteidiger schlagen.