Eishockey
Wenn die Stunde der Aussenseiter schlägt

In allen Playoff-Viertelfinalserien sind die Aussenseiter mit 2:1-Siegen in Führung und könnten am Samstag vor eigenem Publikum für eine Vorentscheidung sorgen. Solche Überraschungen gab es im Playoff-Zeitalter einige.

Marcel Kuchta
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Biels Ahron Spylo mit dem Game-Winning-Goal.

Biels Ahron Spylo mit dem Game-Winning-Goal.

Keystone

1992 Lugano – ZSC 1:3

Die ZSC Lions besiegen das "Grande Lugano" und sorgen für die grösste Schweizer Playoff-Sensation der Geschichte.

Die ZSC Lions besiegen das "Grande Lugano" und sorgen für die grösste Schweizer Playoff-Sensation der Geschichte.

Keystone

Die Mutter aller Playoff-Sensationen. Der krasse Aussenseiter ZSC (damals noch ohne Lions) kegelt das zu jener Zeit übermächtige («Grande») Lugano im Viertelfinal mit 3:1-Siegen aus dem Wettbewerb. Trainer bei den Zürchern war damals ein gewisser Arno Del Curto, der mittlerweile seit 18 Jahren beim HC Davos an der Bande steht. Der Jubel im alten Hallenstadion kannte nach dem entscheidenden 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen keine Grenzen.

2008 SC Bern – Fribourg-Gottéron 2:4

Fribourg-Gottéron wirft den SCB überraschend aus den Playoffs.

Fribourg-Gottéron wirft den SCB überraschend aus den Playoffs.

Keystone

111 Punkte holte der SC Bern in 50 Qualifikationsspielen. So überlegen hatte eine Mannschaft die Regular Season vorher noch nie abgeschlossen. Doch von dieser Überlegenheit konnten sich die Berner in den Playoffs nichts kaufen. Fribourg-Gottéron, welches sich ganz knapp in die Top 8 gerettet hatte, gewann in der Viertelfinalserie viermal in der Verlängerung. Im Bild Gil Montandons entscheidender Treffer in Spiel 6.

2009 ZSC – Fribourg 0:4

Wieder sorgt Fribourg-Gottéron für eine grosse Überraschung. Den ZSC Lions bleibt das Nachsehen.

Wieder sorgt Fribourg-Gottéron für eine grosse Überraschung. Den ZSC Lions bleibt das Nachsehen.

Keystone

Die Zürcher gingen nicht nur als Titelverteidiger in die Playoffs, sondern auch als Champions-League- und Victoria-Cup-Sieger. Doch den vom Erfolg gesättigten Zürchern gelang nichts mehr. Die Freiburger marschierten mit 4:0-Siegen in den Halbfinal – im Bild jubelt Julien Sprunger.

2006: Bern – Kloten 2:4

Wieder ist der SCB der Leidtragende einer Sensation. Diesmal werden sie von den Kloten Flyers aus den Playoffs geworfen.

Wieder ist der SCB der Leidtragende einer Sensation. Diesmal werden sie von den Kloten Flyers aus den Playoffs geworfen.

Keystone

Die Flyers warfen die hoch favorisierten Berner, die als Quali-Sieger ins Rennen gingen, in sechs Spielen aus den Playoffs. Die Flyers hatten die Playoff-Quali erst am allerletzten Spieltag geschafft. Im Jahr zuvor hatten die Berner die Flyers am letzten Spieltag mit einem Kantersieg in die Playouts verbannt.

2005 Lugano – Bern 1:4

Für diese Sensation ist der SC Bern zuständig. Titelverteidiger Lugano hat keine Chance.

Für diese Sensation ist der SC Bern zuständig. Titelverteidiger Lugano hat keine Chance.

Keystone

Die Berner hatten sich erst am letzten Spieltag in die Playoffs gerettet. Sie nutzten den Schwung und kegelten prompt Quali-Sieger Lugano aus dem Rennen. Es war das erste Mal, dass der Achte dem Ersten in einer PlayoffSerie ein Bein stellte.