CSI Zürich
Weltcup-Turnier mit allen Stars und grosser Show

Wieder kündigt sich der Mercedes-CSI Zürich als Weltklasse-Event an. Am 27. Weltcup-Turnier vom 23. bis 25. Januar sind alle amtierenden Meister am Start: Olympiasieger Guerdat, Weltmeister Dubbeldam, Europameister Bost und Weltcupsieger Deusser.

Peter Wyrsch
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Pius Schwizer gewinnt auf Toulago das Weltcup-Springen 2014
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Steve Guerdat
Romain Duguet
CSI Zürich
Martin Fuchs
Jane Richard Philips

Pius Schwizer gewinnt auf Toulago das Weltcup-Springen 2014

Keystone

Das mit 930'000 Franken höchstdotierte Weltcup-Turnier, das zum siebten Mal im Zürcher Hallenstadion durchgeführt wird, präsentiert im beliebten Show-Block mit Paris erstmals eine Weltstadt. Die einstündige CSI-Show entführt die Zuschauer in die Stadt der Liebe, der Kunst, der Mode, der Musik - und der Pferde. Mit rund 30 Pferden bildet die Garde Républicaine, das bekannte Kavallerie-Regiment der Gendarmerie Nationale, das Herzstück, in der auch der traditionelle Cancan mit feurigen Tänzerinnen nicht fehlen wird.

Martin Fuchs, der fünfte Meister

Neben den aktuellen Titelträgern der internationalen Championate darf sich auch Martin Fuchs Meister nennen. Der erst 22-jährige Springreiter aus Bietenholz hat in seiner jungen Karriere schon sieben Titel gewonnen - nach der Goldmedaille bei den Youth Olympic Games 2010, drei nationalen Titeln sowie EM-Einzel- und Mannschafts-Gold 2012 bei den Jungen Reitern hat der Sprössling von Thomas und Renata Fuchs im September bei seinem Einstand bei der Elite in Sitten mit Clooney gleich den Meistertitel geholt.

Nunmehr ist der Zürcher Schlaks hervorragend in den Weltcup gestartet. Mit dem zehnjährigen Holsteiner-Wallach PSG Future gewann er in Helsinki den Grand Prix und klassierte sich hinter Olympiasieger Steve Guerdat als Zweiter vor Pius Schwizer im Weltcup-Springen, in dem erstmals ein komplettes Schweizer Trio das Podest besetzte.

«Selbstverständlich hat Martin Fuchs bei uns einen Start-Fixplatz», stellte OK-Co-Präsident Rolf Theiler klar. «Martin hat den Schritt vom Nachwuchs- zum Elite-Reiter problemlos geschafft. Er verfügt über fünf Top-Pferde und war schon bei unserem letzten CSI im Januar der erfolgreichste Reiter unseres Turniers.» Ein Kunststück, das ihm zum zweiten Mal in Folge nun auch am CSI-W in Helsinki gelang.

Für Fuchs, der am Wochenende mit Future auch am Weltcup-Event in Lyon teilnimmt, steht wie für Guerdat und Schwizer eine Qualifikation für den Weltcup-Final im April 2015 in Las Vegas im Fokus des Hallen-Circuits. «Der Weltcup ist mit meinem Beritt und nach diesem hervorragenden Start zum Thema geworden», sagte Fuchs. Er hat die verschiedenartigsten Pferde unter seinem Sattel. «Der Reiter hat sich an die Pferde anzupassen. Das habe ich von kleinauf gelernt. Das macht unseren Sport und meinen Beruf so spannend.»

Sechs Schweizer Plätze vergeben

Sechs der maximal acht Schweizer Startplätze für den 27. Mercedes-CSI in Zürich sind vergeben. «Gesetzt ist die WM-Equipe mit Steve Guerdat, Pius Schwizer, Paul Estermann, Jane Richard Philips und Ersatzreiter Romain Duguet sowie Martin Fuchs», verriet Rolf Theiler. Einer bis zwei Reiter werden nach dem CSI Basel (8. bis 11. Januar) dazukommen.

Insgesamt lockt ein Preisgeld von 930'000 Franken, inklusive des «Art-on-Ice-Spezialpreises», der für drei Siege in den drei Hauptprüfungen, dem Longines-Grand-Prix am Freitag, dem Art-on-Ice-Preis am Samstag und der Mercedes-Benz-Classic am Sonntag, mit einer Extra-Prämie von 300'000 Franken lockt. Das Weltcup-Springen am Sonntag, die zehnte Qualifikations-Prüfung der Hallenserie in Westeuropa, ist mit 253'000 Franken dotiert und wurde im vergangenen Januar von Pius Schwizer mit Toulago gewonnen. Der Triumph rundete die «Schweizer Weltcup-Spiele in Zürich» ab, endeten doch sieben der neun Springen trotz Weltklasse-Konkurrenz mit Schweizer Erfolgen.