Afrika Cup

Zwei Festnahmen nach Terror-Anschlag

Schockierte Togo-Spieler bei der Ankunft im Heimatland

Schockierte Togo-Spieler bei der Ankunft im Heimatland

Drei Tage nach dem Terror-Anschlag auf das Nationalteam von Togo in Angolas Exklave Cabinda ist der schwer verletzte togolesische Teamkeeper Kodjovi Obilale nunmehr ausser Lebensgefahr. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Die beiden Mitglieder der separatistischen Befreiungsfront für Cabinda (FLEC) wurden in der Nähe des Tatorts gefasst, wie der leitende Staatsanwalt der angolanischen Provinz Cabinda mitteilte. Die FLEC hatte sich zum Anschlag auf den Teambus der togolesischen Auswahl bekannt. Ein FLEC-Führer erklärte, der Angriff habe sich gegen angolanische Soldaten gerichtet, die das Team von Togo auf der Anreise zum Afrika Cup eskortiert haben.

"Es war purer Zufall, dass die Spieler getroffen wurden. Wir haben mit den Togolesen nichts zu tun und sprechen den Familien und der Regierung Togos unser Beileid aus. Es geht der FLEC um die Befreiung Cabindas. Im Krieg kann alles passieren, das ist nur der Anfang", sagte Rodrigues Mingas. Mingas, der sich selber als Führer der FLEC bezeichnet, hält sich Berichten zufolge im französischen Exil auf.

Der im Zuge das Attentats schwer verletzte Torhüter Kodjovi Obilale ist inzwischen "komplett ausser Lebensgefahr". Das teilte Ken Boffard, einer der behandelnden Ärzte in der Johannesburger Privatklinik mit. Der 25-jährige Goalie vom französischen Verein GSI Pontivy war am Freitag von einer Kugel getroffen und tags darauf operiert worden. "Das Ärzte-Team ist zufrieden mit den Fortschritten von Obilale. Er wird dennoch auf der Intensivstation bleiben", erklärte Boffard.

Die Auswahl Togos kehrte in der Nacht auf Montag in ihre Heimat zurück. Trotz der späten Stunde war sie von Tausenden von Menschen, unter ihnen Ministerpräsident Gilbert Houngbo, auf dem Flughafen von Lome empfangen worden. Houngbo, der das Regierungsflugzeug zur Verfügung gestellt hatte, sprach von einem "traurigen Tag und einer Schande für den afrikanischen Fussball". Der Afrika-Cup hatte am Sonntag in Angolas Hauptstadt Luanda mit einer Schweigeminute begonnen.

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