Segeln

Zu wenig Wind - Start zum America's Cup erst am Mittwoch

Ernesto Bertarelli

Ernesto Bertarelli

Der 33. America's Cup startet erst am Mittwoch. Nach fast vier Stunden Wartezeit wurde die erste Regatta in Valencia zwischen Titelverteidiger Alinghi und BMW Oracle wegen fehlender Winde abgesagt.

Geplant war der Start um 10.06 Uhr. Schnell war aber klar, dass die erste Wettfahrt der Best-of-Three-Serie nicht würde stattfinden können. Auf der Suche nach konstantem Winden segelten die beiden Boote bis 25 Seemeilen vor die Küste. Um 13.50 Uhr beschloss die Rennleitung dann, die Regatta abzusagen und auf den 10. Februar anzusetzen.

Mit dieser ersten Absage wird das ganze America's-Cup-Programm verschoben. Die erste Regatta ist für Mittwoch geplant, die zweite am Freitag, 12. Februar. Ein allfälliges drittes Rennen findet am Sonntag, 14. Februar statt.

Alinghi vs. BMW Oracle wird nach einer jahrelangen Justiz-Odyssee als Duell der sturen Milliardäre in die Geschichte eingehen. Dabei hat vor allem Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli mit seinem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Segel-Projekt dafür gesorgt, dass die Schweiz zur "Segel-Nation" wurde. 2003 holte er mit Alinghi den seit 1851 ausgetragenen America"s Cup erstmals nach Europa; 2007 wiederholte er diesen Exploit für die Société Nautique de Genève (SNG).

Keine Frage: Ab Mittwoch nun stehen sich die modernsten und teuersten Segelboote der Welt gegenüber. Alinghi ist ein über 27 Meter langer Katamaran (Zweirumpf-Boot) mit einem rund 50 Meter hohen Mast - so hoch wie ein 17-stöckiges Gebäude. Die genauen Masse des Bootes hält das Schweizer Syndikat geheim. 100 000 Stunden wurden zum Bau von "Alinghi 5" investiert, 30 000 Quadratmeter Karbonfaser wurden dafür benötigt. Das Segel von Alinghi ist so gross, dass 20 Leute gebraucht werden, um es zu tragen.

Demgegenüber steht BMW Oracle mit seinem Trimaran (Dreirumpf-Boot). Bei diesem Boot imponiert das 57 Meter hohe Flügelsegel: es ist grösser als die Tragfläche einer Boeing 747. Allein für den Bau dieses Segels wurden 40 000 Arbeitsstunden benötigt. Der Trimaran, mit dem laut Oracle im Training Geschwindigkeiten von 40 Knoten (rund 74 km/h) erreicht wurden, ist schwerer als der Alinghi-Katamaran; es ist deshalb zu erwarten, dass BMW Oracle bei höheren Windstärken einen Vorteil gegenüber dem Schweizer Syndikat hat.

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