Letztes Jahr Vierter dieses über 257,8 km führenden Rennens in der Provinz Limburg mit 31 kleinen Steigungen, wartete Gilbert bis auf die halbe Höhe des ins Ziel führenden Caubergs bei Valkenburg. Dann trat der Belgier bei der 350-m-Marke an. Dies reichte, um das aus rund 20 Fahrern bestehende Hauptfeld schachmatt zu setzen. Gilbert konnte seinen bedeutendsten Erfolg dieser Saison auskosten. Ryder Hesjadal (Ka) und Enrico Gasparotto (It) belegten die beiden nächsten Plätze.

Philippe Gilbert ist aus einer Radsport-Familie hervorgegangen und startete vor sieben Jahren erstmals bei den Profis. Der Allrounder feierte in der vergangenen Saison einen goldenen Herbst mit Triumphen in der Coppa Sabatini, Paris - Tours, der Piemont- und der Lombardei-Rundfahrt. In diesem Jahr erreichte der Belgier im Halbklassiker Gent - Wevelgem und auch in der Flandern-Rundfahrt den 3. Rang.

Wie gewohnt verlief die Schlussphase des Gold Race kampfreich. Die Gebrüder Schleck (Lux), Vorjahressieger Sergej Iwanow und dessen russischer Landsmann Alexander Kolobnew, Weltmeister Cadel Evans (Au), Damiano Cunego (It) und Gilbert versuchten vergeblich, auf den letzten 20 km eine Vorentscheidung herbeizuführen.

Das Flugverbot in Europa hatte zur Folge, dass verschiedene Radprofis nicht zum Gold Race antreten konnten, so Bradley Wiggins (Gb), Carlos Sastre, Alejandro alverde und Luis Leon Sanchez (alle Sp). Andere Athleten erreichten den Startort Maastricht erst nach mehrstündigen Zug- oder Autofahrten.