Bei den Männern blieb Eddy Yusof als einer der wenigen Mitglieder des Nationalkaders ohne Sturz und holte sich mit mehr als 1,5 Punkten Vorsprung seinen ersten Schweizer Meistertitel bei der Elite, nachdem er vor zwei Jahren in Oberbüren Silber gewonnen hatte.

Silber ging überraschend an Taha Serhani vom TV Hegi, der vor allem am Reck eine vorzügliche Leistung zeigte, Bronze sicherte sich Kevin Rossi. Einen Wettkampf zum Vergessen erlebte Oliver Hegi. Der Titelverteidiger verzeichnete fünf (!) Stürze. Aus gesundheitlichen Gründen fehlten die rekonvaleszenten Claudio Capelli, Lucas Fischer, Pablo Brägger, Nils Haller und Severin Roher sowie der erkrankte Marco Rizzo.

Bei den Frauen blieb Giulia Steingruber einmal mehr ohne ernsthafte Konkurrenz. Die zweifache Europameisterin am Sprung gewann mit knapp vier Punkten Vorsprung überlegen, ohne einen für ihre Verhältnisse guten Wettkampf zeigen zu müssen. Für Steingruber war es der vierte Mehrkampf-Titel in Serie, womit sie mit Ariella Kaeslin, die vier Titel in fünf Jahren geholt hatte, gleichzog. Zu Romi Kessler, die von 1978 bis 1983 ununterbrochen siegte, fehlen Steingruber noch zwei Titel.

Silber ging etwas überraschend an die Tessinerin Caterina Barloggio. Ilaria Käslin, die nominelle Nummer 2 im Schweizer Team, missglückte der Wettkampf komplett. Am Stufenbarren und an ihrem Paradegerät Balken, an denen sie ihre Übungen im Training erschwert hatte, musste die Tessinerin das Gerät mehrmals verlassen. Von den Fehlern Käslins profitierte auch die 16-jährige Stefanie Siegenthaler, die bei ihrer Premiere bei der Elite Bronze holte.