Wo ist der Weg aus der Krise?

Mit Orhan Mustafi verstärkt der FC Aarau die Offensive. Ob es zu einem Trainerwechsel kommt, entscheidet der Verwaltungsrat nächste Woche.

Ruedi Kuhn

Vor dem Cupsechzehntelfinal beim Challenge-League-Verein Biel am Sonntag, 18. Oktober, und den wegweisenden Heimspielen in der Meisterschaft gegen Bellinzona und Sion am 24. respektive 28. Oktober herrscht beim FC Aarau hinter den Kulissen Hochbetrieb. Man reagiert auf den schlechten Saisonstart mit fünf Punkten aus zwölf Spielen und leiht sich vom FC Basel bis Ende dieser Saison das Stürmertalent Orhan Mustafi aus. Mustafi zählt zum Kader der Schweizer U21-Auwahl. Er ist bei den Baslern hinter Alex Frei, Marco Streller und Federico Almerares nur Stürmer Nummer vier und kann bei den Aarauern Spielpraxis sammeln.

Der Sportausschuss mit Präsident Alfred Schmid, Sportchef Fritz Hächler und dem Nachwuchs-Verantwortlichen Jürg Widmer soll in den kommenden Wochen Zuwachs erhalten und mit einem Mann verstärkt werden, der sich in der Fussballszene auskennt und über das nötige Netzwerk verfügt. Im Brennpunkt des Geschehens steht momentan nach wie vor die Trainerfrage. Ob der erfolglose Jeff Saibene entlassen wird oder nicht, entscheidet sich aller Voraussicht nach Mitte nächster Woche. Weil Vizepräsident Roger Geissberger erst am Wochenende von einem Auslandaufenthalt in die Schweiz zurückkehrt, wird sich der Verwaltungsrat frühestens am Montag zu einer Sitzung treffen. Ohne die Zustimmung aller Mitglieder kann kein neuer Trainer verpflichtet werden.

Die Vereinsverantwortlichen sind bemüht, einen Weg aus der Krise zu finden. Bei der schwierigen Suche darf ein Aspekt nicht ausser Acht gelassen werden. Ohne finanziellen Kraftakt ist ein Trainerwechsel nicht möglich. Ein Coach mit Erfahrung und einem Leistungsausweis wie etwa Hanspeter Latour kommt nicht einfach aus Freude oder zum Spass ins Brügglifeld. Auch Wunschkandidat Hanspeter Zaugg nicht. «Bidu» hat dem FCA bereits abgesagt. Trainer dieses Kalibers haben Ansprüche. Oft zu hohe Ansprüche. Schliesslich kann Aarau das Geld nach wie vor nicht aus dem Fenster werfen.

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