Die 15 km lange Schlusssteigung mit 1168 m Höhendifferenz hätte ein ideales Gelände geboten, um dem Träger der Maglia rosa auf den Zahn zu fühlen. Aber offenbar hatten die Strapazen der Regen- und Schlammschlacht vom Samstag auch den Favoriten zugesetzt.

Erst auf den letzten 4 km setzten in der Hauptgruppe Vorstösse der Italiener Michele Scarponi und Damiano Cunego ein, die aber nicht fruchteten. So verteidigte Winokurow seine Spitzenposition ohne grössere Schwierigkeiten.

Die erste Bergankunft der Italien-Rundfahrt wurde von einem Flachländer gewonnen. Aus einer grösseren Fluchtgruppe heraus setzte sich 10 km vor dem Ziel der Neoprofi Simone Stortoni ab. Auf den Angriff des Italieners reagierte nur Chris Anker Sörensen aus dem Team Saxo Bank. Der Däne legte die letzten 5 km alleine zurück und siegte schliesslich mit einer halben Minute Vorsprung auf Stortoni.

Sörensens Erfolgsbilanz ist zwar noch nicht gross. Aber sie zeigt, dass der Däne ein ausgezeichneter Kletterer ist. Vor zwei Jahren gewann Sörensen eine Bergetappe des Dauphiné Libéré sowie die Bergankunft in der Österreich-Rundfahrt auf dem Kitzbühler Horn. Im Oktober letzten Jahres schloss Söresen die Saison mit dem Sieg im Japan Cup ab.

93. Giro d'Italia. 8. Etappe, Chianciano Terme - Terminillo (189 km): 1. Chris Anker Sörensen (Dä) 4:50:48. 2. Simone Stortoni (It) 0:30. 3. Xavier Tondo (Sp) 0:36. 4. Jewgeni Petrow (Russ) 0:49. 5. Johan Gadret (Fr) 0:55. 6. Damiano Cunego (It) 0:56 in der Gruppe der Favoriten.

Gesamtklassement: 1. Alexander Winokurow (Kas) 29:01:26. 2. Cadel Evans (Au) 1:12.