Im Fokus steht dabei der letztjährige Champions-League-Final zwischen Swesda Swenigorod (Russ) und Hypo Niederösterreich (25:24). "Auf dem Bankett nach dem Spiel hat mir ein Russe einen Umschlag mit vielen Euro gegeben. Ich habe den Umschlag aber umgehend zurückgegeben und den europäischen Verband über den Vorgang informiert", so der französische Schiedsrichter Laurent Reveret in der "L'Équipe".

Für Reveret war die Offerte nach Swenigorods Erfolg "der erste Versuch mit Geld. Mit hübschen Mädchen ist es vorher aber schon ein- oder zweimal passiert." Der Franzose hat für die bei Bestechungen eher unübliche Praxis der nachträglichen und praktisch stillschweigenden Einigung auch eine Erklärung: "Ich war ein junger Schiedsrichter. Vielleicht wollte man in mich investieren."

Reverets Behauptungen rücken zum dritten Mal ein Europacup-Spiel der Frauen ins Zwielicht. Zuvor hatten deutsche Schiedsrichter über Bestechungsversuche vor Partien des russischen Teams Lada Togliatti im Januar 2006 und März 2007 berichtet.