Fussball

Wie Gökhan Inler in Neapel den Verkehr lahmlegte

Fussballnati-Captain Gökhan Inler (Archiv)

Fussballnati-Captain Gökhan Inler (Archiv)

Gökhan Inler, der Captain der Schweizer Fussballnati, kann sich an seinem Wohn- und Arbeitsort Neapel nicht frei bewegen. Er hat's mal versucht und ging eine Pizza essen. Der Fanandrang führte zu einem Verkehrsstau, der das Eingreifen der Polizei erforderlich machte.

Deshalb meidet der 29-Jährige die Innenstadt, wie er der "Schweizer Familie" sagte. Er zieht sich in seine Villa ausserhalb Neapels zurück, geht mit Freundin und Hunden im Wald spazieren oder fährt mit dem Boot aufs Meer hinaus.

Für die Weltmeisterschaft in Brasilien packt er Kleider für sechs Wochen - also bis zum Final - ein. Aber: "Bleiben wir realistisch. Zuerst müssen wir die Gruppenphase überstehen und uns für die Achtelfinals qualifizieren".

Warum er sich als in der Schweiz geborener türkisch-schweizerischer Doppelbürger für die Schweizer Nationalmannschaft entschieden habe? "Die Menschen haben mich als Secondo akzeptiert und mir geholfen, mich zu integrieren", sagt er.

Indirekt führt Gökhan Inler auch seine Selbstdisziplin auf die Integration zurück. Sein Bruder Volkan, der nur in der 2. Liga spielt, sei im Gegensatz zu ihm in der Türkei geboren, habe einen anderen Freundeskreis gehabt und "nahm alles ein bisschen lockerer".

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1