Die Weltrekordhatz im Schwimmsport geht weiter. Nur fünf Tage nach WM-Ende blieb die Amerikanerin Jessica Hardy an den offenen nationalen Meisterschaften in Federal Way, Washington, über 50 m Brust als erste Frau unter 30 Sekunden.

Hardy (22), die wegen einer Dopingsperre die WM in Rom und die Olympischen Spiele in Peking verpasst hatte, schlug in 29,95 an. Damit blieb die langjährige Freundin des Schweizer Spitzenschwimmers Dominik Meichtry um 0,14 Sekunden unter der am Sonntag an den WM aufgestellten Marke der Russin Julia Jefimowa.

Allerdings droht Hardy, die erst am Mittwoch ihr Comeback geben durfte, weiteres Ungemach. Auf Antrag des Weltverbandes FINA und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ist ihr Dopingfall wieder vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gelandet. Dort soll ihre Sperre wieder auf zwei Jahre verlängert werden.

Hardy war am 4. Juli 2008 bei den US-Trials in Omaha, Nebraska, positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet und für zwei Jahre gesperrt worden. Ein unabhängiges Schiedsgericht in Amerika reduzierte später die Strafe um ein Jahr.