Basel

Welcher Gegner darf es denn sein?

Heute um 17:55 werden in Monaco die Gegner des FC Basel zugelost.

Heute um 17:55 werden in Monaco die Gegner des FC Basel zugelost.

Basel hat es geschafft. Nun warten auf die Spieler des Schweizer Meisters in den Gruppenspielen der Königsklasse Stars wie Messi, Ronaldo, Robben und Ribery.

Vasilije Mustur

«Sie sind die Besten! Sie besten sind wir: Die Champions!» Diese legendäre Hymne bekommen die Spieler des FC Basel in der Champions League mindestens sechs Mal zu hören.

Der FC Basel steht nach dem überzeugenden 3:0 Auswärtssieg im Rückspiel der Champions League Qualifikation gegen den moldawischen Meister Sheriff Tiraspol in der Gruppenphase der höchsten europäischen Spielklasse.

Nun stellt sich nur noch die Frage: Mit welchen Superstars dürfen sich die Spieler des Schweizer Meisters in den Gruppenspielen messen? Wir zeigen, welches der Wunschgegner von Basel ist - und welches «Horror-Team» und bei welcher Konstellation die Chancen für ein Weiterkommen intakt sind.

Die Traumgruppe:

FC Barcelona
AS Roma
Basel
AJ Auxerre

Zugegeben: Angesichts dieser Gruppengegner stehen die Chancen für ein Weiterkommen nicht besonders gut. Von der Attraktivität her könnte Basel aber nichts Besseres passieren. Der FC Barcelona gehört zu den besten Vereinen der Welt, mit der AS Roma würde auch ein Gegner aus der italienischen Liga winken und selbst Auxerre gehört zu den traditionsreichsten Vereinen in Frankreich (und Europa). Zudem garantieren diese Gegner volle Stadien - und volle Kassen. Selbst für die Spieler wäre dies eine reizvolle Aufgabe. Schliesslich haben Spitzensportler stets den Wunsch, sich mit den besten der Welt zu messen.

Die Horrorgruppe:

Inter Mailand
Schachtar Donezk
Basel
Buraspor

Auf den ersten Blick wären die Chancen bei diesen Gegnern mit Ausnahme von Champions League-Sieger Inter Mailand für ein Weiterkommen intakt. Allerdings würde auf Basel vor allem in den Auswärtsspielen die Hölle warten.

Der Grund: Die Schweizer Nationalmannschaft wie auch die Zürcher Grasshoppers mussten bereits am eigenen Leib erleben, was es bedeutet, gegen eine türkische Mannschaft in deren Heimatland antreten zu müssen. Die Grasshoppers scheiterten in der Champions League Qualifikation 1998 an Galatasaray Istanbul in Hin- und Rückspiel nach Ausschreitungen in beiden Stadien mit 1:2 und 2:3. Dabei wurden die Zürcher im Stadion arg gebeutelt. Petarden wurden gezündet, Pfiffe buhlten und übelste Beschimpfungen hallten durch das Stadion.

Darüber hinaus unterlag die Schweizer Nationalmannschaft der türkischen Auswahl in der WM-Barrage im November 2005 in Istanbul mit 2:4. Damit nicht genug: Nach der Partie wurden Spieler der Schweizer Nationalmannschaft tätlich angegriffen und verletzt. Einziger Wehrmutstropfen: Die Mannschaft um den damaligen Nationaltrainer Köbi Kuhn qualifizierte sich dank den Auswärtstoren für die WM in Deutschland.

Nun droht Basel mit dem türkischen Meister Buraspor ein ähnliches Schicksal. Darüber hinaus müsste das Team um Alexander Frei nicht nur in die Türkei, sondern auch in die Ukraine zu Schaktar Donezk reisen - und diese sind ebenfalls bekannt für ihre Leidenschaft.

Bleibt die Konstellation, bei der Basel intakte Chancen für ein Weiterkommen hat:

Manchester United
Werder Bremen
Basel
Zilina

Mit Manchester United hat Basel in der Champions League bereits Bekanntschaft gemacht. So verlangte Basel dem englischen Serienmeister in der Champions League Zwischenrunde 2002/2003 im Auswärtsspiel alles ab und zog sich mit einem 1:1 Unentschieden gut aus der Affäre. Auch mit Werder Bremen kreuzte Basel bereits die Klingen. In der Champions League Qualifikation 2005/2006 besiegte Basel vor heimischen Publikum die Bremer mit 2:1. Das Rückspiel ging jedoch mit 0:3 verloren.

Zu guter Letzt kennt Basel auch den MSK Zilina. In der zweiten Qualifikationsrunde zur Königsklasse 2002 räumte das Team des inzwischen nach Stuttgart abgewanderten Trainers Christian Gross die Slowaken mit 1:1 und 3:0 aus dem Weg. Fazit: Wenn Basel gegen Manchester United oder Werder Bremen über sich hinauswächst, dann hat der Schweizer Meister intakte Chancen, um Rang zwei mitzuspielen.

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