Handball

Wegen Coronavirus: Keine WM-Chance für Schweizer Handballer

Enttäuschung für Nationaltrainer Michael Suter und die Schweizer Handballer: Sie erhalten wegen der Coronavirus-Pandemie keine Chance, sich für die WM 2021 zu qualifizieren

Enttäuschung für Nationaltrainer Michael Suter und die Schweizer Handballer: Sie erhalten wegen der Coronavirus-Pandemie keine Chance, sich für die WM 2021 zu qualifizieren

Die Schweiz hat keine Chance mehr auf die Handball-WM 2021. Wegen der Coronavirus-Pandemie werden die Playoffs Anfang Juli gegen Island gestrichen.

Das Exekutivkomitee des Europäischen Handball-Verbands (EHF) beschloss die Absage aller Playoffs für die WM der Männer in Ägypten in einer Videokonferenz. Nun werden für die Teilnahme die Resultate der letzten EM herangezogen. Dort belegte die Schweiz im Januar den 16. Platz und erhält damit keinen der 14 europäischen WM-Plätze. Die Titelkämpfe sind vom 14. bis 31. Januar 2021 in Kairo und Umgebung geplant. Letztmals war eine Schweizer Nationalmannschaft 1995 an einer Weltmeisterschaft dabei.

Nationaltrainer Michael Suter zeigt viel Verständnis für den Entscheid. "Wir sind im Moment aus sportlicher Sicht natürlich sehr enttäuscht, aber wir können das in der Gesamtsituation richtig einordnen und nachvollziehen", erklärte er. "Wir wollten uns unbedingt für diese WM qualifizieren, das war ein grosses Ziel nach der Teilnahme an der EM im Januar." Sie seien bereit gewesen für diese Playoffs. Suter betont: "Wir haben in den letzten zwei Jahren bewiesen, dass wir einen Gegner wie Island attackieren können." Nun gelte es, sich schnellstmöglich neuen Zielen zuzuwenden. Konkret: die Qualifikation für die EM 2022.

Von "einem harten Schlag", um die sportliche Chance auf die WM-Qualifikation gebracht zu werden, spricht Ingo Meckes, Sportchef des Schweizer Verbands. "Wir hätten uns gewünscht, dass sich die EHF diesen Entscheid ein bisschen länger offen gehalten hätte, um vielleicht noch alternative Möglichkeiten für die Austragung der Playoffs zu finden." Letztlich war aber die unsichere Lage rund um das Virus zu unsicher.

Zu den Leidtragenden gehört auch das Schweizer Frauen-Nationalteam. Die Qualifikation für die EM 2020 im Dezember in Dänemark und Norwegen wurde nach zwei von sechs Spieltagen ebenfalls abgebrochen. Es werden die selben 16 Teams dabei sein wie bei der letzten Europameisterschaft vor zwei Jahren.

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