Solothurn
Was die Stadt für den Sport tut

Zum 34. Mal ehrte die Stadt Solothurn ihre Sportlerinnen und Sportler. Im Schloss Waldegg befasste sich der Theologe Reto Stampfli mit Schiedsrichtern, und Sportkommissionspräsident Alex Rudolf von Rohr überreichte die Auszeichnungen.

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Sportler

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Aargauer Zeitung

Nicole Aregger

Sie wurden geehrt

Badminton: Monika Fischer, Christian Bösiger, Marco Eggenschwiler, Anna Rosa Hofer (BC Ambass Drops, Solothurn). Bogenschiessen: Stephan Dreier, Kathrin Stampfli, Iris Lammers, Gabriella Moser (Bogenschützen-Club Solothurn). Duathlon: Andrina Schläpfer, Jana Giacometto, David Bill, Lars Holenweger (Tri-Club Solothurn). Curling: Annette Laubscher, Kathrin Gnägi, Barbara Schneider, Marianne Dick, Urs Dick, Peter Laubscher, Roland Häner, Albert Noti, (CC Solothurn-Wengi); Jens Niebur, Hubert Brunner, Patrick Linder, René Morgenthaler (CC Solothurn). Dynamic-Shooting: Peter Heller, Joshua Heller, Annamaria Zanardi (Stadtschützen Solothurn); Rolf Gehrig, René Bogaert, Oliver Josi, Otto Hermann, Peter Simonet, David Hermann, Andreas Mottet, Ivo Gaon, Marwan Itani, Daniel Fricker, Ueli Bieri (DS Falkenstein). Eisstockschiessen: Fredy Weyermann,

Fritz Schenk, Hans Lobnik, Andreas Caspar, Martin Caspar, (Eisstockclub Solothurn, Sunny Boys); Dédéé Weyermann-Rothen, Ursula Rubin, Nelly Rixner (Eisstockclub Solothurn, Lions). Gymnastik: Gym-Team (TV Kaufleute Solothurn). Kajak/Kanu: Andreas Arnold, Mike Kurt, Nadine Stoffel-Kurt, Kristin Amstutz Schläppi, Julian Hasler, Michael Eigenstettler, Tanja Wunderlin, Melanie Mathys, Annika Stölken, Valentin Tischer, Yves Bouruvka, Deborah Ostermeier, Pascal Ryf (Solothurner Kajakfahrer). Mountainbike: Nathalie Schneitter, Alina Stauffer, Nik Burki (Mauna Loa Bikers). Patrouillenlauf: Marco Beffa, Thomas Dreier (UOV Solothurn). Tanzen: Sonja Emch, Francesco Secchi (Rock'n'Roll-Club Pink Cadillac). Triathlon: Andrina Schläpfer, Jana Giacometto, Rebekka von Büren, Lars Holenweger (Triathlon-Club-Solothurn). (egs)

«Wir haben heute Abend wiederum einen vollen Saal, was auf viele Ehrungen hindeutet», erklärte Stadtpräsident Kurt Fluri. Er gratulierte im Namen der Behörde und der Bevölkerung der Stadt Solothurn zum Erfolg der ausgezeichneten Sportler und Sportlerinnen. Bei dieser Gelegenheit erinnert er an den neuen Gebührentarif, der bei der letztjährigen Sportlerehrung ein Thema war. Aufgrund der Rechnung 2008 hatte man in finanzieller Hinsicht erste Erfahrungen gesammelt. Für die Jugendsportförderung wurden Mehreinnahmen von 20 000 Franken und Mehrausgaben von 40 000 Franken budgetiert. Nach Abschluss der Jahresrechnung wurden zwar Mehreinnahmen von lediglich 13 530 Franken verbucht, dafür aber auch nur Mehrausgaben von 30 040 Franken. «Das belegt, dass die Stadt nicht auf Kosten der Vereine Mehreinnahmen erzielt hat.»

In der Laufenden Rechnung habe man 1,662 Millionen Franken Aufwand für den Sport, darunter fürs Schwimmbad, Fussballstadion und Ferienheim Saanenmöser, ausgewiesen. Bei Gesamteinnahmen von 475 000 Franken waren somit rund 70 Prozent der Kosten als eigentliche Subvention ungedeckt geblieben. «Zu erwähnen ist, dass von diesen Gesamteinnahmen allein 383 000 Franken aus Eintrittsgeldern des Schwimmbads stammen», so Kurt Fluri.

Schiedsrichter respektieren

Der diesjährige Referent Reto Stampfli, Theologe und Philosoph, betreibt selbst Sport - und zwar Rugby. Unter dem Titel «Die neuen Leiden der Schiedsrichter» befasste er sich mit dem ersten Sportdokument, den Olympischen Spielen, und den ersten Schiedsrichtern. Von den früher hoch anerkannten und verehrten Richtern kam er dann auf die Gegenwart zu sprechen. «Heute werden sie beschimpft, verflucht und heimlich aus dem Land geschafft!», witzelte er. «Das ist eine denkwürdige Entwicklung.» Diese Probleme gebe es vor allem im Fussball, wo in der 2. bis 5. Liga dem Schiedsrichter neuerdings zwei Betreuer zur Seite stehen. Stampflis Fazit: «Schiedsrichter müssen sicher nicht wie im alten Griechenland verehrt werden. Aber sie dürfen auch nicht bedroht werden!» Ein Beispiel könne man sich da am respektvollen Umgang der Rugbyspieler nehmen.

Die Auszeichnungen verlieh Alex Rudolf von Rohr, Präsident der Sportkommission, zusammen mit dem selbst geehrten Nik Burki. Manchmal etwas über die eigentlichen Rangierungen der Sportler und Sportlerinnen verwirrt, erkundigte er sich nach ihren Zukunftsaussichten. Dies bot den Geehrten die Gelegenheit, über ihre Ziele und ihren Sport zu berichten.

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