KATHARINA ARNI-HOWALD

Vor 10 Jahren hat Markus Ryffel das Walken in der Schweiz populär gemacht und in Solothurn den Swiss Walking Event ins Leben gerufen. Knapp 1500 Walkerinnen - darunter auch einige Männer, kamen damals aus der ganzen Schweiz nach Solothurn, um dem aufkommenden Sport zu frönen. Im sechsten und siebten Jahr stieg die Teilnehmerzahl auf 7000. In diesem Jahr waren es noch 5366, wobei der Kanton Bern mit 1241 Walkerinnen und Walkern die Spitze einnahm, gefolgt von 874 Teilnehmenden aus dem Kanton Solothurn. Mittlerweile wird der Event von Sportlerinnen und Sportlern aus der ganzen Schweiz besucht. 96 Teilnehmende kamen dieses Jahr allein aus dem benachbarten Deutschland. Den Rückgang führt Markus Ryffel darauf zurück, dass immer mehr Regionen Walking Events durchführen.

Sponsoren gesucht

Während vor 10 Jahren die Kategorie 50+ weit obenaus schwang, sind heute vor allem die Jahrgänge 1960 bis 1964 die Spitzenreiter. «Der Trend geht eindeutig in Richtung Jugend», freute sich Markus Ryffel über die neueste Entwicklung. Erfreulich sei auch, dass 80 Prozent der Ehrengäste selbst zu den Stöcken griffen.

«Die Stadt wird auch in Zukunft hinter den Organisatoren stehen», begrüsste Kurt Fluri die geladenen Gäste bei einem Apéro. Markus Ryffel liess durchblicken, dass der Weiterführung des Swiss Walking Events in Solothurn nichts im Wege stehe, falls die finanziellen Mittel reichten. Leider sei in diesem Jahr ein wichtiger Sponsor abgesprungen, und es werde versucht, diesen sobald wie möglich zu ersetzen.

«Wir müssen zu diesem Anlass Sorge tragen», liess auch Jürgen Hofer durchblicken. Reden allein nütze nichts, man müsse auch Farbe bekennen. Der Direktor von Solothurn Tourismus hat die Panoramaroute auf den Weissenstein selbst unter die Füsse genommen und war von diesem neuen Angebot begeistert: «Statt in den Jura wandern zu gehen, habe ich mich für die Teilnahme am Swiss Walking Event entschieden.» Solche Anlässe seien wichtig für Solothurn und müssten unterstützt werden. Hofer will auch bei der Suche nach neuen Sponsoren mithelfen. Die Region liege an den nationalen Routen von SchweizMobil, einer Organisation, die den Langsamverkehr unterstützt. Deshalb sei es wichtig, dass die Stadt bekannt bleibe. «Viele Leute kommen für Walking Event zum ersten Mal hierher und erfahren, was die Region alles zu bieten hat.»

Verpflegungsstation geplündert

Weniger erfreut waren die Organisationen darüber, dass in der Nacht auf den Sonntag die Verpflegungsstation auf der Röti geplündert und die Markierungen beschädigt wurden.