Zu Beginn der Partie hielt die Mannschaft von Trainer Martin Rubin gut mit. In der 14. Minute stand es 7:7. Dann war es aber vorbei mit der Herrlichkeit, zehn Minuten später lag Wacker 9:15 in Rückstand. Damit erlitten die Hoffnungen der Thuner, eine Überraschung zu schaffen, einen frühen Dämpfer. Zwar verkürzten die Gäste nach der Pause von 14:21 (34.) auf 17:21 (40.). Näher kam Wacker aber nicht mehr heran, vielmehr zogen die Osteuropäer wieder davon.

Bester Torschütze der Thuner, die ohne Goalie Marc Winkler (Meniskusschaden) und Aufbauer Nicolas Raemy (angerissenes Band am linken Ellbogen) antreten mussten, war Ron Delhees. Jedoch benötigte der Linkshänder im Rückraum für die sieben Tore 16 Würfe. Überhaupt war die Erfolgsquote der Gäste im Angriff mit 44 Prozent ungenügend.

Rubin stufte Wisla Plock als beste Mannschaft in der Gruppe D ein. Die Polen haben deutlich mehr Erfahrung in der Champions League als die Thuner, die nur einmal in der Saison 2013/14 dabei waren. Damals holten sie in zehn Partien gerade mal einen Punkt. Derweil erreichte Wisla Plock mehrmals die Achtelfinals.

Für Wacker geht es in der Königsklasse bereits am Donnerstag mit dem Heimspiel in der neuen Ballsporthalle in Gümligen gegen die finnische Equipe Riihimäen Cocks weiter. Dann sind die Chancen der Thuner auf den ersten Sieg in der Champions League deutlich grösser. Allerdings überraschten die Nordländer im ersten Spiel mit einem 19:19 gegen Ademar Leon aus Spanien.