Vom Parkplatz bis zur Bratwurst

Ohne die freiwilligen Helferinnen und Helfer geht gar nichts am Uhrencup. Wir haben am verregneten Auftaktabend ein paar von ihnen über die Schulter geschaut.

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Solothurner Zeitung

André Weyermann

Betreuung von Gästen, Mannschaften, Schiedsrichtern und Medien, Verpflegung, Parkdienst, Ticketkontrolle, Verteilung von Programmen, Bedienung im VIP-Zelt, Bahrentragen: Vielfältig sind die Aufgaben der Helfer. Insgesamt 500 stehen während des Turniers im Einsatz, 270 braucht es pro Abend. Als Anlaufstelle dient ihnen der Helfercontainer mit Koordinatorin Tatjana Stauffer und deren Team. Ein eigenes Zelt dient, so es die Zeit erlaubt, der Verpflegung sowie als temporärer Unterstand. Ein Helferfest sowie ein Zustupf an die Vereinskasse winken als Belohnung für geleistete Dienste.

Als kurz nach fünf Uhr der Himmel die Schleusen öffnet, hat das 60-köpfige Catering-Team bereits die Stände geöffnet und einen Schnellkurs im Braten von Würsten und Hamburgern absolviert. Die meisten Helfenden kennen sich aus dem Verein oder den Einsätzen vergangener Jahre. Das hat den Vorteil, dass man weiss, wie man miteinander umgehen muss, wenn etwa die Bratqualität bei Grossandrang nachzulassen droht.

Stadionordnung mit Verlosung

«Frischlinge» werden sanft, aber bestimmt ins Metier eingeführt. Ständig auf Achse und in Funkverkehr mit den übrigen Verantwortlichen, scheint Teamleiter Daniel Hurst überall gleichzeitig zu sein. So kann ein gewitterbedingter Stromschaden rasch behoben und Helfer von einem Stand zu einem besser frequentierten beordert werden.

Die Leute vom Parkdienst lassen sich durch die Wetterkapriolen ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Fast alle sind «alte Hasen», darunter die ehemaligen FCG-Cracks Ruedi Bruder und Marc Scheller. In ihren gelben Überzügen dienen sie den Automobilisten im Regen als leuchtende Fixpunkte. Ohne Improvisation geht es aber bei ihnen nicht. Ein als Parkplatz vorgesehenes Stoppelfeld erweist sich wetterbedingt als untauglich. Innert kürzester Zeit steht der Ersatz fest.

An den Kassen versehen 20 Freiwillige den Dienst. Am Südportal sind Peter Rüfenacht und Marlyse Cusumano im Einsatz. Da sich der Zuschauerandrang in Grenzen hält, reicht es auch mal zu einem kurzen Schwatz. Geschickt animieren sie die Besucher und Besucherinnen zum Lesen der Stadionverordnung, die sie ihnen mit dem Ticket überreichen. Auf jedem Exemplar befindet sich eine Losnummer. Diese beschert dem einen oder anderen Fan neben dem Fussballspiel noch einen Preis.

Es klappt auch ohne Ruefer

Während sich die Kassenleute nach der Pause dem Spiel widmen können, herrscht an den Verpflegungsständen noch Betrieb. Aber auch hier werden die Kräfte nach und nach reduziert und zusammengezogen. Die Durstigen und Hungrigen sollen an den Stand beim Haupteingang gelockt werden. Zuletzt gilt es, den Rücktransport in die Kühlanlagen zu bewältigen, und dann können die Helfer an ihren Feierabend denken.

Gut eine Stunde nach Spielschluss kann Tatjana Stauffer aufatmen. Sie hat die Gewissheit, dass auch ohne die Präsenz ihres Bruders alles geklappt hat. Turnierdirektor Sascha Ruefer hatte nämlich an diesem Abend einen anderen Auftritt zu bestreiten.

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