960 Figuren stehen auf 30 Brettern bereit. Roland Ekström, der amtierende Schweizer Meister im Schach, blickt auf die Uhr - noch fünf Minuten bis zum ersten Zug. Er konzentriert sich und läuft dabei auf und ab. Seine 30 Gegner haben vor ihren Brettern Platz genommen und diskutieren miteinander oder lesen eine Zeitung.

Beim Simultan-Schach spielt eine Person gegen mehrere. Der Reiz daran ist, dass auch schwächere Spieler gegen einen besseren Gegner wie zum Beispiel den amtierenden Schweizer Meister Chancen auf ein gutes Ergebnis besitzen.

Der gebürtige Schwede lebt seit über 20 Jahren in der Schweiz und spielt für die Schweizer Schach-Nationalmannschaft. Im Simultan-Spiel muss er den Überblick über 960 Schachfiguren auf 1920 weissen und schwarzen Feldern behalten. Dafür hat er viel trainiert. Auch seine Fitness muss stimmen. Während des Spiels legt er fast vier Kilometer Weg zurück, immer im Kreis, von Brett zu Brett. Jede Situation kann er sekundenschnell erfassen und sieht die guten Züge. Dass es im Einkaufszentrum etwas lauter zu und her geht als bei anderen Wettkämpfen, macht ihm nichts aus.

Seine stärksten Konkurrenten an diesem Tag waren Björn Backlund und Zoltan Librecz, beide vom Schachklub Aarau. Gegen sie erreicht Ekström ein Unentschieden, die übrigen 28 Partien beendet er siegreich.