Deutschland
Verklagt Ballack seinen Fouler Boateng?

Michael Ballack leidet und Deutschland bibbert um die WM-Chancen. Nun ziehen Michael Ballack und sein Berater Becker eine Klage gegen den Übel-Fouler Kevin-Prince Boateng in Betracht.

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Die deutschen Medien überschlagen sich mit Meldungen: Der deutsche Captain Michael Ballack fällt für die Fussball-WM in Südafrika aus - ein Schock. Deutschland zeigt Mitgefühl mit dem 33-jährigen Kicker und bibbert gleichzeitig um die WM-Chancen. In Internetforen macht sich grosse Wut auf Fouler Kevin-Prince Boateng breit. Die User machen ihrem Ärger Luft und fordern die Sperrung des Übeltäters für die gesamte WM. Durch sein Foul im englischen Cupfinale am letzten Samstag erlitt Ballack einen Bänderriss im Sprunggelenk. Er kann vermutlich erst in acht Wochen wieder anfangen zu trainieren.

Boateng entschuldigte sich am Montagabend auf «Sport Bild online»: «Es tut mir leid. Es war keine Absicht», sagte Boateng. «Ich komme einfach zu spät und treffe ihn voll. Es sah dumm aus.» Ballack äusserte vorgängig den Verdacht, dass Boateng vorsätzlich gehandelt habe.

Drohen juristische Konsequenzen?

Ballack-Berater Michael Becker droht nun Fouler Boateng mit einer Klage: «Wir behalten uns ausdrücklich eine juristische Bewertung vor. Das umfasst sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen.» Durch seine Verletzung drohen Ballack finanzielle Verluste in siebenstelliger Höhe (durch entgangene Sponsorengelder und Prämien). Schreibt «bild.de».

Bruder von Boateng kickt für Deutschland

Der jüngere Bruder des Übel-Foulers wird es auch nicht einfach haben. Denn: Der HSV-Star Jérôme Boateng kickt im Gegensatz zu seinem Bruder Kevin-Prince, der für Ghana spielt, für Deutschland. Und ist im WM-Kader. Trainer Löw wünscht sich denn auch: «Ich bitte alle, ihn nicht hineinzuziehen.» (skh)