Er hoffe, dass die WM und die grossen Mittel helfen werden, die sozialen Strukturen in Brasilien zu verbessern, sagte Stocker gegenüber der "Schweizer Illustrierten".

Doch er zeigte sich skeptisch und liess die Befürchtung erkennen, dass die Falschen profitieren könnten: "Wenn du einem Menschen Macht gibst, nützt er sie aus", zitierte er seinen Geschichtslehrer.

Stocker bedauerte zudem, dass er als Fussballspieler jeweils nur kleine Ausschnitte eines Gastlandes zu sehen bekomme. Schon Touristenmagnete wie die Copacabana oder die Jesus-Statue lägen für Profis nicht drin: "Wir sehen meist nur das Hotel, was schade ist."

Falls er nicht Fussballer wäre, würde er auch privat nicht in Hotels nächtigen, "sondern zelten oder einen Roadtrip machen und im Auto schlafen". "Aber das geht momentan leider nicht - in den zwei Wochen Ferien muss ich mich gut erholen können", erklärte der 24-Jährige.