Die Serben waren im zweiten Halbfinal vom Aufwurf an hellwach und rissen die Partie unter der Führung ihres lange Zeit überragenden Spielmachers Milos Teodosic rasch an sich. Nach einem 11:0-Run hiess es 20:10 (9.). Der nächste Lauf (9:0) brachte das Team von Coach Sasha Djordjevic, der als Spieler Weltmeister 1998 war, 30:15 (13.) voran. Die Franzosen fanden kaum ein Mittel, den Gegner zu stoppen, lagen zwischenzeitlich um 18 Punkte zurück und haderten mit der eigenen Offensive. Dazu leistete sich der Europameister, der im Viertelfinal WM-Gastgeber Spanien ausgeschaltet hatte, zu viele Ballverluste. Zehn bis zur Halbzeit hatten 18 Punkte für den Gegner zur Folge.

Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Serben, die sich mit EM-Rang 7 sportlich als letztes Team für die WM qualifiziert hatten, ihren Vorsprung zu sehr und mussten noch gewaltig zittern. "Les Bleus" mit dem immer stärker werdenden NBA-Profi Nicolas Batum (Portland Trail Blazers) verkürzten zunächst auf 65:61 (35.) und 70:66 (36.). Das Schlussviertel brachte somit nicht mehr erwartete Hochspannung. 17 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit hiess es sogar nur noch 84:82 für Serbien. Das Comeback der Franzosen kam indes zu spät.

Teodosic war mit 24 Punkten der Topskorer der Sieger. Beim unterlegenen Europameister war Batum mit 35 Punkten, er verwandelte u.a. acht von zwölf Dreipunktern, der mit Abstand erfolgreichste Werfer.